Allerhand Alltagsgeschichten: zum Thema „Einzigartig“



Allerhand Alltagsgeschichten: zum Thema „Einzigartig“

Bist Du Einzigartig?

Gerade im Herbst und  in der dunklen Jahreszeit denken wir mehr an Tod und Trauer als im Frühling oder Sommer.

Wir denken an die Menschen, die uns das Jahr über verlassen haben, von denen wir uns verabschieden mussten. An Menschen, die in unserem Leben einen einzigartige Rolle gespielt haben. Genau an so einen Menschen erinnert Dagmar Schwirschke in „Allerhand Alltagsgeschichten“.

Wir Christen haben eine besondere Beziehung zum Tod und zum Sterben. „Und  wir Christen“, so Dagmar Schwirschke, „ wir wissen ja: es ist so, jeder Mensch muss sterben.   Aber wir wissen auch, dass jeder Mensch einzigartig und besonders ist. Besonders in seiner Einzigartigkeit und genauso wie wir sind,  liebt uns Gott.“

 

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Hier der gesamte Beitrag zum Nachlesen:

 

Hallo, ich möchte euch heute gerne eine kleine Geschichte erzählen.

In meiner Gemeinde gab es ein Gemeindeglied dass wir leider im April diesen Jahres beerdigen mussten.  Vor ungefähr einem Jahr hat sie die Diagnose bekommen dass sie leider sehr schwer an

Krebs erkrankt ist dass sie nicht mehr gesund werden würde und bald sterben müsse. Aber das  Gemeindemitglied ist weiter zu mir in die Gemeinde gekommen und hat offen mir und auch anderen Gemeindegliedern erzählt was mit ihr los ist, dass sie krank ist und dass sie schwer an Krebs erkrankt sei und bald sterben würde.

Das Gemeindemitglied war immer sehr aktiv in unserer Gemeinde, hat ehrenamtlich sehr viele Aufgaben übernommen und auch als sie schon erkrankt war hat sie weiter in der Gemeinde gearbeitet und ihre Aufgaben ganz selbstverständlich übernommen.

Wenn sie sich nicht wohl gefühlt hat oder schwach war,  dann hat eines ihrer Familienmitglieder ihre Aufgaben für sie erledigt oder andere Gemeindeglieder haben das getan. Ungefähr sechs Wochen vor ihrem Tod hat sie ein großes Fest gefeiert,  weil sie sich bedanken wollte für alle Hilfe Unterstützung und Begleitung und auch für den Trost den sie in der Zeit ihrer Krankheit bekommen hat. Es war ein sehr schönes Fest gewesen aber es war auch traurig, weil es eben ein Abschiedsfest war.

Ich selber denke dass jeder Mensch anders ist und das bedeutet auch dass jeder Mensch anders stirbt.  Ihre Art war es ebenso aktiv zu bleiben offen zu sein und auch offen von ihrer Krankheit zu erzählen weiter in die Gemeinde zu kommen und weiter zu helfen und da zu sein.  Aber eine andere Person die vielleicht sterbenskrank ist macht es anders, ist vielleicht ruhig,  bleibt zurückgezogen und wünscht sich Ruhe.  Es war eben ihre Form.  Und nun im April haben wir sie beerdigt.  Aber in der Gemeinde merken wir,  dass sie uns fehlt und wir vermissen sie auch.

Natürlich sind da Menschen,  die ihre Aufgaben ganz selbstverständlich übernommen haben und das ist auch sehr nett.  Aber trotzdem war sie eben besonders speziell und hatte ihre Art, hatte immer die Armen aufgekrempelt und war aktiv. So war sie eben einzigartig. Und deshalb ist es auch nicht möglich einen Menschen durch einen anderen einfach zu ersetzen, weil  Menschen nicht gleich sind.  Eben speziell, besonders und einzig.

Nun haben wir schon den Monaten November und ich habe das Gefühl,  der November ist ein dunkler Monat und in der Kirche denken wir ja auch an vielen Sonntagen an das Sterben und an den Tod.  Am Volkstrauertag oder auch am Totensonntag.  Aber wir Christen wir wissen ja: es ist so, jeder Mensch muss sterben.   Aber wir wissen auch, dass jeder Mensch einzigartig und besonders ist. Besonders in seiner Einzigartigkeit und genauso wie wir sind,  liebt uns Gott.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit.

Text: APK
Foto(s): APK