2007 ist für ehrenamtlich Engagierte einiges bewegt worden: Gesetze, Steuern und neue Leitlinien des Kölner Netzwerks Bürgerengagement



2007 ist für ehrenamtlich Engagierte einiges bewegt worden: Gesetze, Steuern und neue Leitlinien des Kölner Netzwerks Bürgerengagement

Hier einige Informationen für Ehrenamtliche aus dem Rundbrief des Freiwilligenzentrums für Ehrenamtliche in Caritas und Diakonie, „Mensch zu Mensch“ – als Jahresrückblick für 2007 und Ausblick auf 2008:

„2007 ist für ehrenamtlich Engagierte durchaus einiges bewegt worden. Das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements wurde im September 2007 verabschiedet. Damit verknüpfte sich die Hoffnung auf eine Steuerbegünstigung oder Steuerermäßigung für Ehrenamtliche. Diese Erwartung wurde leider nicht erfüllt.

Rückwirkend ab 1.1.2007 wurde ein Freibetrag bei der Einkommenssteuer-Erklärung eingeführt, der wie die Übungsleiterpauschale aufgebaut ist. Dieser Freibetrag findet nur dann Anwendung, wenn für die ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung gezahlt wurde. In dem Fall sind 500 € im Jahr steuerfrei. Da die wenigsten Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung erhalten, profitieren die meisten von Ihnen leider nicht von dieser Gesetzesänderung. Schade!

Ein weiterer Schritt für Bürgerengagement in Köln war im Jahr 2007 die Erarbeitung von Leitlinien für Organisationen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten. In einem längeren Prozess hat die Arbeitsgruppe Leitlinien des Kölner Netzwerk Bürgerengagement insgesamt 11 Leitlinien erarbeitet. Sie werden demnächst in einer Broschüre veröffentlicht. Interessierte finden sie bereits jetzt auf der Internetseite des Netzwerks unter www.engagiert-in-koeln.de

Hier die „Selbstverpflichtung“ der Stadt Köln: Die Leitlinien sollen dazu beitragen, Einrichtungen zu ermutigen



  • Ehrenamtliche einzubeziehen

  • Anforderungen an Hauptamtliche und Ehrenamtliche und an Ehrenamtliche untereinander zu beschreiben

  • Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu definieren

  • die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements herauszustellen

  • Veränderungen aufzunehmen, die durch neue kompetente Ehrenamtliche entstehen.

  • Hauptamtliche zu motivieren, mit Ehrenamtlichen zusammenzuarbeiten

  • die Stadt Köln in ihrer Selbstverpflichtung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zu unterstützen

  • die Leistungen im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamtliche in ihrem Beitrag wert zu schätzen.


Die Broschüre kann ab Januar angefordert werden unter der kostenfreien Hotline 0800 / 56 35 611 bei der Kommunalstelle zur Förderung und Anerkennung des Bürgerschaftlichen Engagements (FABE). „

Text: Mensch zu Mensch
Foto(s):