Rösrather Tafel

Im Schulterschluss für die „Rösrather Tafel“: Pfarrerin Dorothee Gorn, Dr. Gerd Wasser, Pfarrer Armin Kopper, Presbyterin Angela Leidorf und Roswitha Dornenberg, beide aus dem „Tafel“ -Team (v.li.)



„Gemeinsam für die Menschen in Rösrath“ – die „Tafel“ hat einen neuen Standort

Die „Rösrather Tafel“ ist in Bewegung: Ab dem 5. Juni öffnet sie die Türen der Lebensmittelausgabe in neuen Räumlichkeiten im Ahornweg 8 – „einer schönen und großzügigen neuen Lokalität“, wie Pfarrer Armin Kopper während des Pressetermins vor Ort zufrieden betonte. Ende 2017 wurde klar, dass die bisher von der „Tafel“ genutzten Container auf dem Gelände der Versöhnungskirche Rösrath nicht stehen bleiben können. Dort wird eine neue Kindertagesstätte errichtet. Seit dieser Zeit wurde intensiv nach einem neuen geeigneten Ort für die Tafel gesucht.

„Kein Angebot soll gestrichen werden“
Leicht war es nicht, Räumlichkeiten zu finden, die allen Anforderungen und Wünschen gerecht werden. „Wir danken deshalb auch der Stadt Rösrath“, sagte Kopper, denn der letzte und beste Vorschlag, die Räume einer früheren Bankfiliale zu nutzen, stammte von Bürgermeister Marcus Mombauer. Hier kann nun das gemeinsame Ziel aller verwirklicht werden, die „Tafel“ auch während des Umbaus auf dem Kirchengelände in vollem Umfang weiter zu betreiben. „Kein Angebot soll gestrichen werden“, erklärte Dr. Gerd Wasser, Leiter des „Tafel“-Teams, nachdrücklich. „Für die Leute hier in Rösrath das Beste zu erreichen ist unser Anliegen!“ Das neue Übergangskonzept sieht weiterhin den Schulterschluss mit der evangelischen Gemeinde vor: Nach dem Umzug wird das wöchentliche „Tafel“-Café wieder in den Räumen der Kirchengemeinde angeboten.

Der Innenbereich ist deutlich geräumiger
Mietvertrag und Nutzungskonzept des neuen Standortes sind auf drei Jahre angelegt. Die Option auf eine Verlängerung besteht, dennoch ist der „Ahornweg“ nur eine Zwischenlösung. Ob, wie und wo die „Rösrather Tafel“ auf Dauer wieder in Kirchennähe angesiedelt werden kann, soll in Ruhe nach der Umsiedlung entschieden werden. Pfarrer Armin Kopper erklärte, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet wurde. So würden regelmäßig die Bedürfnisse und Standpunkte sowohl von den Kunden als auch von den  Mitarbeitenden erfragt. Die nun angepeilte, auf rund 120 Quadratmeter ausgelegte Alternative in Rösrath-Stümpen, ist für Kopper ein Gewinn. Zwar haben die Besucherinnen und Besucher rund um die Essensausgabe nicht mehr das Außengelände der Kirche zur Verfügung, dafür ist der Innenbereich deutlich geräumiger als die Container. „Und in drei Jahren sehen wir weiter.“

Organisatoren erwarten reibungslosen Ablauf
Presbyterin und Bauingenieurin Claudia Casser freut sich besonders über die gute Raumaufteilung: „Die Bewegungsfreiheit nach außen hin ist zwar etwas geringer, gerade bei schlechterem Wetter greift aber der Raumvorteil im Wartebereich. Das Klima ist einfach angenehmer.“ Nun gilt es noch, das Interieur und die beiden Kühlhäuser „umzuziehen“, dann steht dem weiteren Betrieb nichts mehr im Wege. Dorothee Gorn, ehemalige Pfarrerin der Gemeinde und Mit-Initiatorin der „Tafel“, engagiert sich bei der Organisation und Umzugsplanung und geht zuversichtlich von einem reibungslosen Ablauf aus: Am 25. Mai wird die letzte Lebensmittelausgabe am alten Standort erfolgen, dann geht es pünktlich am 5. Juni im Ahornweg weiter.
Zwei der regulären Ausgabetermine werden trotz der nur kurzen Pause ausfallen müssen. Alle wichtigen Informationen dazu sowie zu den neuen Räumlichkeiten erhalten die Kunden der „Tafel“ in den kommenden Tagen per Aushang und Handzettel – selbstverständlich mehrsprachig.

Ein Projekt für Menschen in Not
Die „Rösrather Tafel“ wurde 2008 gegründet. Organisatorisch angesiedelt ist sie in der Evangelischen Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath, unterstützt von der Katholischen Gemeinde St. Nikolaus. Die „Rösrather Tafel“ ist ein Projekt für Menschen in Not, das auf Spenden und Ehrenamtliche angewiesen ist. Derzeit engagieren sich rund 90 Ehrenamtliche bei der Abholung und Aufbereitung der Lebensmittel sowie bei der Lebensmittel-Ausgabe. Derzeit erhalten über 450 bedürftige Rösrather Lebensmittelpakte der „Tafel“.

Text: Claudia Keller
Foto(s): Claudia Keller