Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Presbyterial-synodal

Die Grundordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland - und damit all ihrer Mitglieder - ist presbyterial-synodal. Das bedeutet auch für den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region - der zur EKiR gehört -, dass sich seine Leitungsorgane grundsätzlich aus gewählten Vertretern der Gemeinden und Kirchenkreise zusammen setzen. Sie treffen alle wichtigen Entscheidungen in ihren Parlamenten. Presbyterien sind die Leitungsorgane der Kirchengemeinden. Diese entsenden ihre Vertreter in das Leitungsorgan des Kirchenkreises, die Kreissynode. Die Kreissynode entsendet wiederum Vertreter in das Leitungsorgan der Landeskirche, die Landessynode. Die Leitung der Evangelischen Kirche baut sich demnach von unten auf. Beschlüsse werden grundsätzlich gemeinschaftlich geschlossen. Das bedeutet, dss ausdrücklich nicht nur Geistliche befugt sind, eine Gemeinde zu leiten, sondern grundsätzlich alle Getauften, denn in den Leitungsorganen darf die Zahl der Theolog/innen die Zahl der Nicht-Theolog/innen nicht überschreiten.



Presbyterial-synodal: Das Ordnungsprinzip der EKiR und ihrer Gemeinden

Rheinische und westfälische Gemeinden haben ein starkes regionales Selbstbewusstsein. Laienbeteiligung und Selbstverwaltung werden großgeschrieben. Das spiegelt sich auch in der Kirchenverfassung, die die Verantwortung der Presbyterien und Synoden besonders betont. Die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen sind "presbyterial-synodal" geordnet. Das heißt: Die Leitung liegt auf allen Ebenen bei gewählten Mitgliedern und geschieht grundsätzlich in Gemeinschaft. So geordnete evangelische Kirchen bauen sich also "von unten nach oben" auf, in allen Leitungsorganen darf die Zahl der Theolog/innen die Zahl der Nicht-Theolog/innen nicht überschreiten. Dahinter steht die Überzeugung, dass jeder Mensch mit eigenen Begabungen, Erfahrungen und Ideen dazu beitragen kann, dass alle Menschen hoffnungsvoll und friedlich miteinander leben und die Grundlagen des Lebens erhalten können. Außerdem die Überzeugung, dass sich nur in der Beratung und Zusammenarbeit vieler Menschen mit- und untereinander gangbare Wege für alle herauskristallisieren.

Evangelische Kirche im Rheinland

Presbyterinnen und Presbyter - Aufgaben und Weiterbildung im Ehrenamt

Presbyterinnen und Presbyter leiten gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie bestimmen, welche Prioritäten und Aufgaben festgelegt werden. Sie entscheiden über die Verteilung von Geldern und die Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie prägen das geistliche Leben ihrer Gemeinde. Gemeinsam mit anderen Leitungsebenen, die in der Kirchenordnung vorgesehen sind (Gemeinden, Kirchenkreise, Landessynode), gestalten Presbyterinnen und Presbyter den Weg ihrer Kirche/ihrer Gemeinde. All das tun sie ehrenamtlich. Die Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region bietet mit ihrem halbjährlich neuen Programm regelmäßig Fortbildungen für Presbyterinnen und Presbyter an.

Melanchthon-Akademie

Presbyterium - seine Rolle in der EKiR

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ist presbyterial-synodal geordnet, das bedeutet: Nicht nur Geistliche sind befugt, die Gemeinde zu leiten, sondern grundsätzlich alle Getauften. So wird die Evangelische Kirche im Rheinland von unten her gebildet. Alle vier Jahre wählt die Gemeinde Menschen, die bereit sind, das Ehrenamt als Presbyterinnen und Presbytern auszuüben. Gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern bestimmen sie über Prioritäten und Aufgaben, entscheiden über Finanzen und Personal. Sie geben ihrer Gemeinde das Gesicht - auch in geistlicher Hinsicht, denn sie bestimmen zum Beispiel auch über die Gottesdienstordnung ihrer Gemeinde. Das Presbyterium ist also kein Aufsichtsrat oder Kuratorium, sondern ein Leitungsgremium, das seine Entscheidungen immer auch an geistlichen Kriterien orientiert: Dient es zum Guten? Baut es auf? Die Kriterien, die Paulus für die Entscheidung in Gewissensfragen nennt (1. Kor. 10, 23), gelten auch für die Beratungen im Presbyterium.

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Presbyteriumswahlrecht in der EKiR

Presbyterinnen und Presbyter heißen in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) die gewählten, ehrenamtlichen Mitglieder der Kirchengemeinde, die gemeinsam mit der Pfarrerin / dem Pfarrer die Gemeinde leiten. Alles rund um das Presbyterium, wie Wahl und Arbeit der Presbyterinnen und Presbyter, ist in der Kirchenordnung sowie im Presbyterwahlgesetz geregelt. Die Presbyterinnen und Presbyter werden alle vier Jahre gewählt.

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