Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Grundlagen: Die "Amtshandlungen"


Amtshandlungen und ihre Form: Agende / Liturgie

Eine Agende (lateinisch: "was zu tun ist") enthält alle liturgischen Texte, die für einen Gottesdienst benötigt werden, sowie entsprechende Angaben, wie damit zu verfahren ist. Sie legt die Struktur und die Reihenfolge der Amtshandlungen eines Gottesdienstes fest. Pfarrerinnen und Pfarrer sind an die Agende gebunden - mit Zustimmung des Presbyteriums können Gemeinden aber auch Gottesdienste in anderer Form feiern.
Der idealtypische Ablauf eines Gottesdienstes besteht aus vier Abschnitten: Eröffnung und Anrufung, Verkündigung und Bekenntnis, Abendmahl, Sendung und Segen. Seit der Reformation haben sich zwei Grundformen evangelischer Gottesdienste herausgebildet: a) der Gottesdienst mit Predigt und Abendmahl, die dem lutherischen, anglikanischen, römisch-katholischen sowie dem englischsprachigen Gottesdienst der Reformierten und der evangelischen Freikirchen zu Grunde liegt und somit Zeichen übergreifender ökumenischer Gemeinschaft ist; b) der Predigtgottesdienst ohne Abendmahl.

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Amtshandlungen: die christlichen Kasualien

Es gibt im Leben der meisten christlich geprägten Menschen vier Ereignisse, bei denen sie mit Kirche in Berührung kommen: Taufe, Konfirmation oder Firmung, Trauung und Bestattung. Oft werden diese Anlässe auch als Kasualien bezeichnet (lat.: Kasus = Fall). Kasualien sind Amtshandlungen, die sich am Lebenszyklus des Menschen orientieren. Von "Amtshandlungen" wird gesprochen, wenn von Seelsorgerinnen und Seelsorgern eine pfarramtliche, kirchliche Dienstleistung erbeten wird. Die Palette der Kasual- oder Amtshandlungen reicht jedoch über die genannten Anlässe hinaus: Beispielsweise gehören auch die Einweihung eines Krankenhauses, die Ordination eines Pfarrers/einer Pfarrerin, die Einführung von kirchlichen Amtsträgern in ihr Amt oder die Einweihung von Kirchengebäuden dazu. All diesen Anlässen und Handlungen ist gemeinsam, dass sie die Lebenswirklichkeit der Menschen in Verbindung bringen wollen mit dem, was Auftrag der Kirche ist: mit der Bibel und dem christlichen Glauben. So schafft Kirche für Menschen in dem Wunsch, Gegenwart und Zukunft gestalten zu helfen, Perspektive, Maßstäbe, Rituale und Vorbilder für Verhalten und Handeln.

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Rat und Hilfe: Pfarrer und Pfarrerinnen des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region

Pfarrerinnen oder Pfarrer (lat.: parochus = Nachbar) sind zum Dienst in einer Gemeinde oder in einem besonderen kirchlichen Arbeitsfeld berufene ordinierte Trägerinnen und Träger des geistlichen Amtes (Pastor/Pastorin). Eine der Hauptaufgaben von Pfarrern und Pfarrerinnen ist die Seelsorge. Seelsorge nennt man die christlich geprägte Form der Beratung und Begleitung eines Menschen in Lebenskrisen. Sich um die eigene Seele zu kümmern, wird schon im Neuen Testament geraten (Matthäus 16,26; Lukas 12,20).
Alle Pfarrer und Pfarrerinnen des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region sind über die Recherche mit allen notwendigen Kontaktdaten jederzeit auffindbar.

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Sakramente

Sakramente sind nach der Lehre der christlichen Kirchen von Gott eingesetzte, sichtbare Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen. Die evangelische Kirche kennt zwei (Taufe und Abendmahl), die katholische sieben Sakramente (Taufe, Abendmahl, Beichte, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung). Der Zweck von Sakramenten besteht darin, in besonderer Weise die Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott zu betonen. So ist die Taufe der Akt der Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi, das Abendmahl die Feier, für Jesu Tod und Auferweckung zu danken, es als Gemeinschafts- und Versöhnungsmahl in der Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen zu verstehen.

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