Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Palliativ-Care und Hospize

Der Tod hat viele Gesichter: Er kommt sanft zu Menschen, qualvoll, plötzlich oder langsam. Fast immer stellt er Angehörige und Freunde des Sterbenden vor Fragen: medizinische, gesundheitliche, religiöse, gesellschaftliche, rechtliche, ethische. Hier setzt unter anderem die Arbeit der Hospizdienste und Palliativ-Angebote ein. Palliativstationen sind medizinische Einrichtungen, deren Ziel es ist, sterbenden Menschen Linderung von Schmerzen zu gewähren. Hospizdienste haben dasselbe Ziel und sind - ambulant oder stationär - in aller Regel größtenteils durch ehrenamtliches Engagement getragen. Sie arbeiten mit Krankenhäusern oder niedergelassenen Ärzten und, im evangelischen Bereich, mit diakonischen Pflegediensten zusammen. Für beide ist es das wichtigste Anliegen, dass Menschen ihren letzten Lebensabschnitt in der ihnen angemessenen Weise gestalten und menschenwürdig sterben können.

 

Leben bis zuletzt, Sterben in Frieden, Abschied und Begegnung in stillem Gedenken: Menschen im Hospiz.



Ambulanter Hospizdienst der Johanniter Köln

Im April 1997 beschloss der Regionalverband der Johanniter in Köln, einen ambulanten Hospizdienst in seine sozialen Dienste neu aufzunehmen. 1998 begann die praktische Arbeit im linksrheinischen Kölner Süden. Heute ist der Ambulante Hospizdienst ein fester Bestandteil der sozialen Arbeit der Johanniter. Aktuell engagieren sich in dem gut funktionierenden Team 30 ehrenamtlich Mitarbeitende, sechs von ihnen im stationären Bereich. Die Mitarbeitenden leisten ihren Dienst kostenlos und in Absprache mit dem persönlichen Umfeld der Sterbenden. Hierbei stehen die Hilfen im Alltag und die psychosoziale Unterstützung für die schwerkranken Menschen im Mittelpunkt. Die ambulante Hospizarbeit versteht sich als Ergänzung zu anderen sozialen Diensten. Der ambulante Hospizdienst ist Mitglied in der Hospiz- und Palliativarbeitsgemeinschaft Köln, in dem die ambulanten Hospizdienste der Stadt Köln eng zusammenarbeiten. Dort werden auch die drei wesentlichen gemeinsamen Veranstaltungen koordiniert: der "Ehrenamtstag", der "Tag des Friedhofs" und der "Hospiztag".

Die Johanniter

Ambulanter Hospizdienst für die Innenstadt Köln

Abhängig von den Bedürfnissen schwerstkranker Menschen informiert und berät und vermittelt der Hospizdienst, hilft dabei, den Alltag zu managen, und versucht, gemeinsam mit den Betroffenen Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen sowie persönliche Angelegenheiten zu regeln. Er macht auch spirituelle Angebote. Getragen wird der ambulante Hospizdienst durch einen Verein in viel ehrenamtlicher Arbeit. Um von den variablen Einnahmen durch die Krankenkassen und Kollekten unabhängig sein zu können, werden dort immer Mitglieder gebraucht.

Evangelische Gemeinde Köln

Ambulanter, ökumenischer Hospizdienst im Kölner Westen e.V.

Dieser ambulante Hospizdienst möchte es Schwerstkranken ermöglichen, die letzte Lebensphase in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. Er möchte Angehörige und Freunde einbeziehen und begleiten, aber auch entlasten, dazu beitragen, menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen, und einen Beitrag leisten, damit Sterben in unserer Gesellschaft nicht verdrängt, sondern als Teil des Lebens gesehen wird. Er bietet an: "Gespräche und Zuhören, Kranken und Angehörigen nahe sein, ihnen vorlesen, mit ihnen spazieren gehen. Die Angehörigen zeitweise entlasten, indem wir für sie Besorgung und Einkäufe übernehmen, oder umgekehrt, indem wir bei dem Sterbenden bleiben, wenn die Angehörigen zum Beispiel einen Arzttermin wahrnehmen müssen." Die Frauen und Männer arbeiten alle ehrenamtlich und werden im Hospiz im Kölner Westen auf ihre Arbeit vorbereitet und in ihrer Arbeit begleitet. Sie stellen sich auf der Grundlage ihres christlichen Glaubens mit ihren Fähigkeiten und ihrer Zeit ehrenamtlich zur Verfügung. Der ambulante Hospizdienst ist offen für alle Menschen in Bocklemünd/Mengenich, Bickendorf, Ossendorf und Vogelsang.

Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf

Diakonie-Sozialstation Rösrath

Die Diakonie-Sozialstation Rösrath ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die von der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde in der Stadt Rösrath getragen wird. Sie wurde mit Kirchensteuermitteln und der Hilfe der Stadt Rösrath aufgebaut und unterstützt als führende Einrichtung der ambulanten Pflege pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige durch häusliche Pflege, Betreuung, Beratung und Begleitung mit dem Ziel, die größtmögliche Selbstbestimmung zu erhalten durch Verbleib in der gewohnten Umgebung. Angeboten werden: Häusliche Pflege, auswirtschaftliche Hilfen/mobiler sozialer Dienst, mobile Menues und mehr. Außerdem, gemeinsam mit dem ökumenischen Hospizdienst Rösrath: Palliativ-Care, Betreuung von Demenzkranken, Unterstützung Angehöriger, sowie Betreuung von Pflegebedürftigen / Familienpflege.

Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath

Die Brücke. Ambulantes Hospiz Bergisch Gladbach im Diakonischen Werk e. V.

Der ambulante Hospizdienst von Bergisch Gladbach im Diakonischen Werk möchte Menschen im Übergang des Sterbens tragend zur Seite stehen und Angehörige in der Zeit der Trauer begleiten. Er verbindet in seinem Anliegen Menschen und Einrichtungen unterschiedlicher Konfession, ist für alle Menschen in Bergisch Gladbach und Umgebung da, engagiert sich für ein Leben bis zuletzt und ein Sterben in Würde in vertrauter häuslicher Umgebung und ist bei alledem den Werten der christlichen Nächstenliebe verpflichtet.

Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach

Ökumenischer Hospizdienst Köln-Dellbrück/Holweide e.V.

Der ökumenische Hospizdienst Köln-Dellbrück/Holweide e.V. will Menschen in der Zeit ihres Sterbens begleiten sowie Angehörige, Freunde und gute Bekannte in dieser oft sehr belastenden Zeit der Pflege und Betreuung unterstützen - auch über den Tod hinaus, wenn das gewünscht ist. Er möchte dem Sterben in unserem Leben einen Platz geben. Im Ökumenischen Hospizdienst engagieren sich ehrenamtlich Männer und Frauen unterschiedlicher Konfession oder ohne Religionszugehörigkeit, die sich der Hospizidee verpflichtet fühlen. Sie werden in Schulungen auf die Aufgabe vorbereitet und in ihrer Arbeit begleitet. Durch die Zusammenarbeit mit Seelsorgern, Ärzten und anderen ambulanten Diensten können Schwerkranken und ihren Angehörigen weitergehende Unterstützung und Beistand vermittelt werden. Im ambulanten Hospizdienst übernehmen die ehrenamtlichen Helfer/innen allerdings keine Pflege und keine hauswirtschaftliche Versorgung.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide

Palliativ- und Hospiznetzwerk Köln

Wie erhalte ich eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung oder stationäre Leistungen? Was sind meine gesetzlichen Ansprüche? Nach § 37b des Sozialgesetzbuchs haben gesetzlich Versicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, Anspruch auf spezialisierte, ambulante Palliativversorgung. Die Leistung ist von einem Vertragsarzt oder Krankenhausarzt zu verordnen und von der Krankenkasse zu genehmigen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung umfasst ärztliche und pflegerische Leistungen einschließlich ihrer Koordination insbesondere zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle und zielt darauf ab, die Betreuung der Versicherten in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dabei werden die besonderen Belange von Kindern berücksichtigt. Verschiedene Kölner Träger von Hospizen und Hospizdiensten wie auch stationären Diensten sind in diesem Netzwerk zusammengeschlosen - darunter auch zahlreiche evangelische Träger und ökumenische Einrichtungen.

Palliativ- und Hospiznetzwerk Köln

Palliativ-Care: umfassende Betreuung schwerstkranker Menschen

Menschen mit nicht heilbaren, fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankungen können durch die Versorgung der Diakonie gGmbH Köln und Region ein selbstbestimmtes, wenn möglich beschwerdefreies und bewusstes Leben führen. Leistungen: Professionelle Palliativpflege im häuslichen Bereich, Symptom- und Schmerzkontrolle, lindernde Pflege, hauswirtschaftliche Unterstützung, Beratung und Anleitung von Angehörigen, Notfallversorgung rund um die Uhr. Die Diakonie gGmbH Köln und Region ist Mitglied im Evangelischen Palliativnetz Köln, einem Zusammenschluss evangelischer Organisationen, Institutionen und Personen, die in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen tätig sind. Mit diesem Netzwerk aus ambulanten Hospizdiensten, stationären Pflegeeinrichtungen, qualifizierten Palliativärzten, Krankenhäusern, spezialisierten Apotheken, Seelsorgern und vielem mehr ist eine umfassende Unterstützung sichergestellt.

Diakonie gGmbH Köln und Region, ambulante Alten- und Krankenpflege

Verein Evangelisches Palliativnetz Köln

Das „Evangelische Palliativnetz Köln“ will schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige unterstützen. Ziel des Vereins ist es, ein Höchstmaß an menschlicher und fachlicher Kompetenz zu erreichen, um die Selbstbestimmung sterbender Menschen zu erhalten und ihre Lebensqualität und die ihrer Familien zu verbessern. Mitglieder dieses netzwerks sind: Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal, Ambulanter Hospizdienst der Evangelischen Gemeinde Köln, Diakonie gGmbH Köln und Region, Evangelisches Alten- Pflegeheim Clara-Elisen-Stift, Clarenbachwerk Köln gGmbH, Diakonie Michaelshoven, Die Johanniter und die Johannes Seniorendienste.

Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal