Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Kleines Kirchen-ABC

Ein umfangreiches Glaubens-ABC für die protestantische Welt bietet die Evangelische Kirche in Deutschland hier.

 

Von "Abendmahl" bis "Zölibat": an einigen Buchstaben im Kirchen-ABC scheiden sich noch immer die Geister...

 

Unser "kleines Kirchen-ABC" listet darum nur die wichtigsten Begriffe auf:



Abendmahl / Abendmahlsgottesdienste

Seit den Anfängen wird im Christentum das Abendmahl gefeiert. Es erinnert an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern, bei dem Brot gegessen und Wein getrunken wurde. Zur Bezeichnung dieser Feier sind auch noch andere Begriffe gebräuchlich: Eucharistie, heilige Kommunion und Messopfer wird es in der katholischen Kirche genannt. In ökumenischen Dialoggesprächen zwischen den Kirchen hat sich der Begriff "Herrenmahl" durchgesetzt, um zum Ausdruck zu bringen, dass Jesus es eingesetzt hat. In der römisch-katholischen Kirche ist die Feier des Abendmahls fester Bestandteil eines jeden Gottesdienstes, während sich in der Evangelischen Kirche die Praxis herausgebildet hat, es mindestens einmal im Monat zu feiern. Das Abendmahlsverständnis der Evangelischen Kirche hat sich in der Auseinandersetzung Martin Luthers mit der zeitgenössischen katholischen Kirche entwickelt. Luther hatte sich dagegen gewandt, das Abendmahl als Opfer zu verstehen (daher der Name "Messopfer"), das der Priester Gott darbringt. Noch ein Unterschied: In der römisch-katholischen Kirche wird den Gläubigen meist nur die Hostie/das Brot gereicht, wenngleich das Zweite Vatikanische Konzil die Austeilung von Brot und Wein erlaubt hat. Nach katholischer Lehre werden Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt (Transsubstantiation, lat.: Wesensverwandlung). Nach lutherischer Auffassung ist Christus in Brot und Wein körperlich zugegen (Realpräsenz), während nach reformiertem Verständnis das Abendmahl lediglich als Zeichen (Symbol) der Gegenwart Gottes zu sehen ist. Trotz vieler Übereinstimmungen in Lehre und Praxis des Abendmahls feiern die beiden großen christlichen Kirchen nicht gemeinsam. Selbstverständlich werden auch in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region regelmäßig Abendmahlsgottesdienste gefeiert. Wann das der Fall ist, ist dies in den aktuellen Gottesdienstterminen ausdrücklich vermerkt.

Glaubens-ABC der EKD

Amtshandlungen und ihre Form: Agende / Liturgie

Eine Agende (lateinisch: "was zu tun ist") enthält alle liturgischen Texte, die für einen Gottesdienst benötigt werden, sowie entsprechende Angaben, wie damit zu verfahren ist. Sie legt die Struktur und die Reihenfolge der Amtshandlungen eines Gottesdienstes fest. Pfarrerinnen und Pfarrer sind an die Agende gebunden - mit Zustimmung des Presbyteriums können Gemeinden aber auch Gottesdienste in anderer Form feiern.
Der idealtypische Ablauf eines Gottesdienstes besteht aus vier Abschnitten: Eröffnung und Anrufung, Verkündigung und Bekenntnis, Abendmahl, Sendung und Segen. Seit der Reformation haben sich zwei Grundformen evangelischer Gottesdienste herausgebildet: a) der Gottesdienst mit Predigt und Abendmahl, die dem lutherischen, anglikanischen, römisch-katholischen sowie dem englischsprachigen Gottesdienst der Reformierten und der evangelischen Freikirchen zu Grunde liegt und somit Zeichen übergreifender ökumenischer Gemeinschaft ist; b) der Predigtgottesdienst ohne Abendmahl.

Glaubens-ABC der EKD

Amtshandlungen: die christlichen Kasualien

Es gibt im Leben der meisten christlich geprägten Menschen vier Ereignisse, bei denen sie mit Kirche in Berührung kommen: Taufe, Konfirmation oder Firmung, Trauung und Bestattung. Oft werden diese Anlässe auch als Kasualien bezeichnet (lat.: Kasus = Fall). Kasualien sind Amtshandlungen, die sich am Lebenszyklus des Menschen orientieren. Von "Amtshandlungen" wird gesprochen, wenn von Seelsorgerinnen und Seelsorgern eine pfarramtliche, kirchliche Dienstleistung erbeten wird. Die Palette der Kasual- oder Amtshandlungen reicht jedoch über die genannten Anlässe hinaus: Beispielsweise gehören auch die Einweihung eines Krankenhauses, die Ordination eines Pfarrers/einer Pfarrerin, die Einführung von kirchlichen Amtsträgern in ihr Amt oder die Einweihung von Kirchengebäuden dazu. All diesen Anlässen und Handlungen ist gemeinsam, dass sie die Lebenswirklichkeit der Menschen in Verbindung bringen wollen mit dem, was Auftrag der Kirche ist: mit der Bibel und dem christlichen Glauben. So schafft Kirche für Menschen in dem Wunsch, Gegenwart und Zukunft gestalten zu helfen, Perspektive, Maßstäbe, Rituale und Vorbilder für Verhalten und Handeln.

Glaubens-ABC der EKD

Auferstehung

Für das Neue Testament steht fest, dass es sich bei der Auferstehung Jesu um ein historisches Ereignis handelt, mit dem die Geschichte des Christentums ihren Anfang nahm. Dass Jesus der verheißene Messias ist, lässt sich nur vor dem Hintergrund behaupten, dass er auferweckt wurde. Seine Auferstehung wird nicht als Rückkehr eines Toten in das irdische Leben (zum Beispiel als Wiederbelebung) beschrieben. Vielmehr geht es um eine Verwandlung zu einem neuen, unvergänglichen Leben. Die Rede von der Auferstehung, beziehungsweise der Auferweckung drückt das Geschehen metaphorisch aus. Wie man vom Schlaf aufsteht oder geweckt wird, so soll es analog auch den Toten einmal widerfahren. Die Auferweckung Jesu ist Inhalt der Verkündigung.

Glaubens-ABC der EKD

Bekenntnisstand: lutherisch

Die Bezeichnung "lutherisch" bezieht sich auf den Reformator Martin Luther (1483 bis 1546). Sie kennzeichnet eine der großen Kirchenfamilien der Christenheit und ging 1530  aus dem Augsburger Bekenntnis ("Confessio Augustana") hervor, das von allen lutherischen Kirchen angenommen wurde. Die Theologie der lutherischen Linie wird durch die lutherischen Bekenntnisschriften bestimmt. Ein wichtiger Grundsatz lässt sich mit dem Begriffspaar "Gesetz und Evangelium" beschreiben. Die Bibel enthält in all ihren Teilen jeweils Gesetzesworte und frohe Botschaft ("Evangelium"). Das Gesetz konfrontiert den Menschen mit dem Willen Gottes. Es zeigt ihm, dass er mit seinem Streben nach Gewinn und Macht nicht so ist, wie Gott ihn haben will. Das Gesetz deckt somit auf, dass der natürliche Mensch ein Sünder ist. Das Evangelium aber spricht ihn gerecht. Gottes Liebe ist so groß, dass er dem Menschen vergibt und ihn trotzdem in seine Gemeinschaft aufnimmt. Dieser Vorgang der Rechtfertigung ist in der lutherischen Tradition der wichtigste theologische Grundsatz. Die lutherische Tradition behielt - im Gegensatz zur reformierten Tradition - jene Elemente der katholischen Messe bei, die der Rechtfertigungslehre nicht entgegen standen.


Bekenntnisstand: reformiert

Innerhalb der reformierten Tradition gibt es keine vergleichbare gemeinsame Grundlage von Bekenntnissen. Wichtig sind der Heidelberger Katechismus von 1563 und die Barmer Theologische Erklärung von 1934. Das lutherische Begriffspaar "Gesetz und Evangelium" lässt sich in der reformierten Tradition umstellen zu "Evangelium und Gesetz". Damit ist gemeint, dass der Mensch erst durch das Wort der frohen Botschaft erkennen kann, dass er ein Sünder war und Gott ihn dazu befähigen musste, auf sein Wort zu hören. Der Gedanke der von Gott geschenkten Versöhnung zwischen Gott und Mensch umgreift die Vorstellung von der Rechtfertigung, ähnlich wie auch Luther sie verstand: Gott hat den Menschen von Anfang an in seine Gemeinschaft berufen, und innerhalb dieser Gemeinschaft ist dem Menschen nun aufgetragen zu leben. Das Gesetz hilft ihm, dieses Leben zu gestalten. Im reformierten Gedankengut wurde aus katholischen Gottesdiensttraditionen nur das übernommen, was sich – nach damaligem Erkenntnisstand – ausdrücklich biblisch begründen ließ. Darum ist die gottesdienstliche Tradition lutherischer Gemeinden liturgisch vielfältiger als die der reformierten, bei denen die Predigt eine dominierende Stellung im Gottesdienst einnimmt.


Bekenntnisstand: uniert

Uniert (lat.: vereinigt) bezeichnet den Zusammenschluss von lutherischen und reformierten Gemeinden in einer Landeskirche. Zu den unierten Landeskirchen zählt auch die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Das hat historische Wurzeln: Im Jahre 1815 hat der Wiener Kongress dem preußischen Staat die Rheinprovinz zugewiesen, die noch heute das Gebiet der EKiR ausmacht. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. war es auch, der den Impuls zu einer Kirchenunion zwischen den reformierten und lutherischen Gemeinden im Rheinland gab. Der Bekenntnisstand der einzelnen evangelischen Gemeinden einer unierten Landeskirche bleibt allerdings unberührt vom Bekenntnisstand ihrer "Dachorganisation" - über ihn entscheidet allein das Presbyterium der jeweiligen Gemeinde. Und je nach Entscheidung kann der Bekenntnisstand lutherisch, reformiert oder ebenfalls uniert sein.


Buße/Beichte

Das Bekennen von Sünde wird als Beichte bezeichnet. Dies kann durch einen Einzelnen oder in der Gruppe geschehen. Lange Zeit hatte die Beichte in der evangelischen Kirche keinen hohen Stellenwert. Für Martin Luther waren vor allem zwei Aspekte der Beichte wichtig: Er lehnte jeden Zwang ab. Ein Christ solle wie zur Beichte zu Gottesdienst und Abendmahl freiwillig kommen. Für Luther war zudem nicht das Bekenntnis der Sünden, sondern die Absolution "das Hauptstück und das Vornehmste an der Beichte" (= Artikel 25, Augsburger Bekenntnis). In der Zeit nach Luther verlor sich das Interesse an der Einzelbeichte weitgehend. Dietrich Bonhoeffer brach 1939 in seiner Schrift "Gemeinsames Leben" eine Lanze für die Beichte. Er sah in ihr einen Durchbruch zur Gemeinschaft. Schuld mache einsam und isoliere die Menschen untereinander sowie in ihrer Beziehung zu Gott, sagte er. Erst durch die Beichte würden neue Brücken geschlagen.

Glaubens-ABC der EKD

Ehrenamtliche Verkündigung: Prädikantinnen und Prädikanten

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) legt fest, dass neben dem Pfarramt auch Gemeindeglieder den "Dienst am Wort" versehen können. Sie hießen im Rheinland bis Anfang 2004 "Predigthelfer/Predigthelferin" - eine Bezeichnung, die von vielen als missverständlich angesehen wurde. Seitdem ist die in der EKD weit verbreitete Bezeichnung Prädikant oder Prädikantin auch in der EKiR gültig, was nichts anderes heißt als Prediger oder Predigerin. Eine evangelische Kirche, die mit der reformatorischen Uridee des "Priestertums aller Gläubigen" Ernst machen will, sieht den Dienst der ehrenamtlichen Verkündigung als unverzichtbar an. Der Dienst evangelischer Laienprediger lässt sich bis in die Reformationszeit zurückverfolgen, als befähigte Männer ohne Weihe oder Anstellung als Pfarrer - Prädikanten genannt - das Evangelium verkündeten, oft als nicht ortsgebundene Prediger.

Evangelische Kirche im Rheinland

Glaubensbekentnisse

Im Gottesdienst ist das Glaubensbekenntnis die Antwort der Gemeinde auf die Lesung im Gottesdienst. Vom Apostolischen Glaubensbekenntnis, DEM Bekenntnis der westlichen Christenheit, über das Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa-Konstantinopel, von Luthers Katechismen zum Katechismus der reformierten Kirche ("Heidelberger Katechismus") bis zur maßgeblichen theologischen Bekenntnisschrift der Reformation, dem Augsburger Bekenntnis von 1530; aus der neueren Zeit  die Barmer Theologische Erklärung, die Stuttgarter Schulderklärung und die Leuenberger Konkordie - dies alles findet sich im Wortlaut auf diesen Seiten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

EKD: Bekentnisse

Presbyterial-synodal: Das Ordnungsprinzip der EKiR und ihrer Gemeinden

Rheinische und westfälische Gemeinden haben ein starkes regionales Selbstbewusstsein. Laienbeteiligung und Selbstverwaltung werden großgeschrieben. Das spiegelt sich auch in der Kirchenverfassung, die die Verantwortung der Presbyterien und Synoden besonders betont. Die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Westfalen sind "presbyterial-synodal" geordnet. Das heißt: Die Leitung liegt auf allen Ebenen bei gewählten Mitgliedern und geschieht grundsätzlich in Gemeinschaft. So geordnete evangelische Kirchen bauen sich also "von unten nach oben" auf, in allen Leitungsorganen darf die Zahl der Theolog/innen die Zahl der Nicht-Theolog/innen nicht überschreiten. Dahinter steht die Überzeugung, dass jeder Mensch mit eigenen Begabungen, Erfahrungen und Ideen dazu beitragen kann, dass alle Menschen hoffnungsvoll und friedlich miteinander leben und die Grundlagen des Lebens erhalten können. Außerdem die Überzeugung, dass sich nur in der Beratung und Zusammenarbeit vieler Menschen mit- und untereinander gangbare Wege für alle herauskristallisieren.

Evangelische Kirche im Rheinland

Rechtfertigung

Beim Thema "Rechtfertigung" geht es um die Beziehung zwischen Gott und Mensch, nicht um das, was der Mensch tut oder tun muss, sondern um das, was Gott getan hat. Martin Luther hat die Frage gequält: "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?" Dem modernen Menschen mag dies kaum eine Überlegung wert sein, schon eher dagegen die Sinn-Frage. Doch auch dieses Thema hat mit Gott zu tun. So sieht es jedenfalls der Glaubende. Im Lichte der Bibel weiß er, dass er den Sinn seines Lebens nicht herstellen, sondern nur dankbar empfangen kann - von Gott. Allein dadurch, dass der Mensch auf Christus vertraut, ist er vor Gott gerecht - ohne seine Taten. Das war Luthers Entdeckung, als er sich mit dem Römerbrief des Apostels Paulus (3,28) beschäftigte.
Der Glaubende lebt in der Erwartung, auch vor Gott einmal Rechenschaft ablegen zu müssen. Da mag man auf eigene Verdienste pochen, aber menschliches Tun und Lassen ist ambivalent. Von Gott gerechtfertigt zu sein, heißt nicht, dass ich die Hände in den Schoß legen kann. Ganz im Gegenteil: Wer weiß, dass Gott schon alles zu meinem Heil getan hat, kann sich um so engagierter einem anderen Menschen oder einer Sache zuwenden. Glaube und Handeln gehören untrennbar zusammen.

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Reformationstag - Reformationsgottesdienst

Seit 1667 feiern evangelische Christinnen und Christen den Reformationstag am 31. Oktober. Dieses Datum geht zurück auf eine Anordnung Georg II. von Sachsen, der damit das Reformationsgedenken aller Protestanten auf diesen Tag legte.
Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region feiert seit seinem Bestehen diesen Tag mit einem zentralen Gottesdienst, zu dem immer ALLE eingeladen sind. Dieser Gottesdienst hat stets besondere, eigens eingeladene (Predigt-)Gäste, herausragende musikalische Angebote und ist besonders gastlich - in der Regel wird zu einem abschliessenden, gastlichen Beisammensein eingeladen. Näheres zum jeweiligen Reformationsgottesdienst für Köln und Region ist immer auf den aktuellen Seiten dieser Website zu finden.

Alles hat seine Zeit

Sakramente

Sakramente sind nach der Lehre der christlichen Kirchen von Gott eingesetzte, sichtbare Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen. Die evangelische Kirche kennt zwei (Taufe und Abendmahl), die katholische sieben Sakramente (Taufe, Abendmahl, Beichte, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung). Der Zweck von Sakramenten besteht darin, in besonderer Weise die Gemeinschaft der Glaubenden mit Gott zu betonen. So ist die Taufe der Akt der Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi, das Abendmahl die Feier, für Jesu Tod und Auferweckung zu danken, es als Gemeinschafts- und Versöhnungsmahl in der Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen zu verstehen.

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Taufe

Die christliche Taufe ist ein Sakrament, das die Zugehörigkeit zur Kirche bezeugt. Sie gründet sich auf den Glaubenssatz, dass Gott den Menschen ohne Vorbedingungen annimmt. Zur christlichen Taufe gehören ein Einsetzungswort Jesu (Matthäus 28, 19: "Ich taufe Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes") und das Element Wasser. Mit dem Wasser wird der Kopf des Täuflings dreimal benetzt. Die Taufe soll in der Regel durch ordinierte Menschen (Pfarrer, Pfarrerinnen, Diakone, PrädikantInnen) vollzogen werden, jedoch ist in Notsituationen (Beispiel: Ein Täufling befindet sich in Lebensgefahr) jeder evangelische Christ und jede evangelische Christin berechtigt, zu taufen (Nottaufe).

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Vaterunser - das Grundgebet der Christenheit

Das Vaterunser (lateinisch: pater noster) ist das Grundgebet der gesamten Christenheit, das bekannteste Gebet des Christentums und das einzige, das Jesus von Nazaret selbst seine Jünger zu beten gelehrt hat. Es wird von Christinnen und Christen fast aller Kirchen und Konfessionen sowohl im Gottesdienst als auch privat gebetet. Es erscheint im Neuen Testament in zwei leicht verschiedenen Versionen, je einmal im Matthäusevangelium (Mt 6,9–13 EU) und im Lukasevangelium (Lk 11,2ff EU). Sie werden beide als „Lehre“ (griech. didaskale, hebr. tora) Jesu eingeführt, ihr Wortlaut wird also direkt auf ihn selbst zurückgeführt. Seit 1970 gibt es eine für katholische wie evangelische Christinnen und Christen gleiche Fassung - bis dahin bestanden leichte Übersetzungsunterschiede. Das Vaterunser wurde in der Christentumsgeschichte und der profanen Musikgeschichte oft und auf verschiedene Weisen musikalisch vertont.

EKD: Gebete

Verkündigung

Verkündigung werden alle Formen der Interpretation eines biblischen Textes genannt, ob als Predigt oder Andacht. Auch die Worte, Gleichnisse und Geschichten Jesu werden mit diesem Begriff zusammengefasst.

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Zehn Gebote

Die Zehn Gebote nach Martin Luthers Kleinem Katechismus finden sich im ganzen Wortlaut auf dieser Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Evangelische Kirche in Deutschland