Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Den Glauben leben

Wie kann ich beten? Wie meinen Glauben bekennen? Das sind einerseits sehr persönliche Fragen, die jede und jeder für sich selbst beantworten muss. Andererseits bietet die evangelische Kirche zahlreiche Orientierungs- und Anhaltspunkte für die Hinwendung eines Menschen zu Gott: Mit dem Grundgebet der ganzen Christenheit, dem Vaterunser, oder in der Bibel, mit Losungen oder in den großen Glaubensbekenntnissen des Christentums. Orientierungspunkte christlichen Glaubens bilden auch das Kirchenjahr und seine Feiertage sowie selbstverständlich die evangelischen Gottesdienste mit der Verkündigung von Gottes Wort in Predigten und Andachten, Liturgie, Musik und Gebeten, mit seinen liturgischen Farben und Abläufen.

 

Südstadt-Flair beim Abendmahl in der Kirche: Köln ist bunt!



Vaterunser - das Grundgebet der Christenheit

Das Vaterunser (lateinisch: pater noster) ist das Grundgebet der gesamten Christenheit, das bekannteste Gebet des Christentums und das einzige, das Jesus von Nazaret selbst seine Jünger zu beten gelehrt hat. Es wird von Christinnen und Christen fast aller Kirchen und Konfessionen sowohl im Gottesdienst als auch privat gebetet. Es erscheint im Neuen Testament in zwei leicht verschiedenen Versionen, je einmal im Matthäusevangelium (Mt 6,9–13 EU) und im Lukasevangelium (Lk 11,2ff EU). Sie werden beide als „Lehre“ (griech. didaskale, hebr. tora) Jesu eingeführt, ihr Wortlaut wird also direkt auf ihn selbst zurückgeführt. Seit 1970 gibt es eine für katholische wie evangelische Christinnen und Christen gleiche Fassung - bis dahin bestanden leichte Übersetzungsunterschiede. Das Vaterunser wurde in der Christentumsgeschichte und der profanen Musikgeschichte oft und auf verschiedene Weisen musikalisch vertont.

EKD: Gebete

Beten

In allen Religionen ist das Gebet Ausdruck der Hinwendung eines Menschen zu Gott. Beten beschreibt den Vorgang, zu Gott über sich selbst und die Menschen, die einem wichtig sind, zu sprechen. Beten heißt: Mit Gott zu sprechen und darauf zu vertrauen, dass der Mensch nicht von dem lebt, was er hat und leistet, sondern von dem, was noch entstehen kann. Indem einer dies tut, erkennt er Gott als den an, dem er alles Gelingen und Scheitern verdankt. Formen des Gebets sind die Bitte zu Gott, vor allem um Vergebung von Schuld, das Dankgebet, die Anbetung (Lobpreis) sowie die Fürbitte, die alles einschließt, was zum menschlichen Dasein gehört.

Glaubens-ABC der EKD

Beten mit Kindern

Verschiedene Gebete für Kinder sind auf dieser Internetseite der Evangelischen Kirche in Deutschland zu finden.

EKD: Gebete

Gebetsportal im Internet: Wie kann ich beten?

Dieses Portal lädt dazu ein, eigene Gebete zu schreiben und sie in den virtuellen Himmel zu schicken, oder informative und meditative Texte zum Thema Beten. nachzulesen: Bekannte Gebete aus der Bibel und der Literatur sind dort ebenso zu finden wie Audiodateien mit Statements prominenter Menschen. Vor allem aber lädt die Webseite dazu ein, selbst Gebete zu schreiben. Die Seite wird von der Evangelischen Radio- und Fernsehkirche im NDR (ERR), dem Katholischen Rundfunkreferat im NDR (KRR) und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover (EVLKA) betrieben.

Wie kann ich beten?

Gebete für Notsituationen

Verschiedene Gebete für Notsituationen bietet diese Internetseite der Evangelischen Kirche in Deutschland.

EKD: Gebete

Sammlung von Gebeten zu verschiedenen Anlässen

Eine Sammlung von Gebeten zu verschiedenen Anlässen stellt dieses Angebot der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dar. Dort findet sich das Vaterunser ebenso wie Tischgebete, Gebete für Kinder, Gebete für Frieden und Versöhnung und viele andere Anlässe. Hinweise auf weitere Gebets-Portale im Internet und Überlegungen zu der Frage "Warum beten?" runden dieses Angebot ab.

EKD: Gebete

Losungen

Die Losungen werden seit 1731 jährlich neu von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine herausgegeben. Die Losungen wollen Gottes Wort und unseren Alltag zusammenbringen. Dabei soll bewusst bleiben und immer wieder neu bewusst werden: Gottes Wort ist nicht leicht zu verstehen. Immer wieder machen Menschen diese Erfahrung. Es ist und bleibt ein Anstoß. So sollten die Losungen auch in den jeweiligen Tag hinein übersetzt werden. Wer möchte, kann sich die Losungen jeden Tag per E-Mail automatisch zuschicken  lassen: http://www.losungen.de/
Losungen sprechen nicht nur den einzelnen Leser oder die einzelne Leserin an, sondern die ganze Gemeinde Jesu Christi. Durch die Losungen sind alle in die große Gemeinde der Losungsleser und -leserinnen aufgenommen: Gottes Wort verbindet über alle Grenzen hinweg.

EKD: Losungen

Was ist ein Gebet?

Ein Mensch öffnet sich Gott, wenn er betet. Wer betet, ehrt Gott, denn Gott will, dass wir zu ihm reden.  Was können wir ihm sagen? Vor allem unsern Dank, unser Lob und unsere Freude, die darin ihren Grund haben, dass Gott da ist - für uns und für alle Welt. Die ersten Sätze des Vaterunser führen uns zu Anbetung, Lob und Dank: Wir dürfen Gott unsern Vater nennen, unser Leben durch sein Wort bestimmen lassen, das Kommen seines Reiches mit Freuden erwarten und uns seinem Willen anvertrauen. Aber wir dürfen Gott auch bitten: um das tägliche Brot, um Bewahrung und Hilfe, um Vergebung, für uns und für andere Menschen. Wir dürfen ihm unser Leid klagen, vor ihm aussprechen, was uns bewegt. Wer betet, öffnet sich Gott: Da darf auch das Persönlichste gesagt werden, mit "altbekannten Texten" oder mit eigenen Worten. Auch andächtiges Schweigen und Nachdenken vor Gott können Formen des Betens sein oder zu ihm führen.

EKD: Gebete

Bekenntnisschriften - eine Auswahl der wichtigsten

Die wichtigsten Bekenntnisschriften der protestantischen Geschichte sind:

  • Das apostolische Glaubensbekenntnis - DAS Glaubensbekenntnis der westlichen Christenheit
  • Das Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa-Konstantinopel aus dem Jahr 381
  • Der Kleine und der Große Katechismus des Dr. Martin Luther
  • Der Heidelberger Katechismus ist DER Katechismus der reformierten Kirche
  • Das Augsburger Bekenntnis aus dem Jahre 1530 - es gehört zu den maßgeblichen theologischen Bekenntnisschriften der Reformation
  • Die Barmer Theologische Erklärung vom Mai 1934
  • Die Stuttgarter Schulderklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland gegenüber den Vertretern des Ökumenischen Rates der Kirchen aus dem Jahr 1945
  • Die Leuenberger Konkordie der reformatorischer Kirchen in Europa aus dem Jahr 1973.

Sie alle sind auf dieser EKD-Seite nachzulesen.

EKD: Bekentnisse

Bibelausgaben

Neun aus Sicht der Evangelischen Kirche in Deutschland wichtige Bibelausgaben listet diese Zusammenstellung der Evangelischen Kirche in Deutschland inklusive einer Kurzbeschreibung auf, von der Lutherbibel bis zur Bibel in gerechter Sprache. Eine Liste aller im Internet nutzbarer Bibeln wie Hinweise zum Gebrauch der verschiedenen Bibelübersetzungen ergänzen das Angebot.

EKD: Bibel

Zehn Gebote

Die Zehn Gebote nach Martin Luthers Kleinem Katechismus finden sich im ganzen Wortlaut auf dieser Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Evangelische Kirche in Deutschland

Ansprechpartner in unserer Gemeinde-Recherche

Diese Recherche bietet alle Informationen rund um die Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region auf einen Blick: Namen und Kontaktdaten von Pfarrerinnen und Pfarrern, Anschrift der Kirchen mit Foto und Internet-Adresse und die Zeiten der Gottesdienste in der jeweils kommenden Woche. Und für Menschen, die (noch) nicht wissen, welche Gemeinde für sie zuständig ist, gibt das Tool Auskunft über die eigene Ortsgemeinde. Außerdem kann man gezielt über die Namen von Kirchen, Gemeinden oder Pfarrer/innen nach den entsprechenden Kontaktdaten suchen.

Suche nach Gemeinden, Kirchen oder Pfarrer/innen

Signet: verlässlich geöffnete Kirchen

Eine blaue Raute, ein stilisierter Kirchturm und zwei weit geöffnete Türflügel: Dies ist das Signet für "Offene Kirchen". Das kann nicht jede Gemeinde einfach selbst verwenden, es wird verliehen, in der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Beispiel vom Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste. Dabei dafür müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein: Die Kirche muss jedes Jahr mindestens von 1. April bis 30. September an fünf Tagen in der Woche für je vier Stunden geöffnet sein. Eine verlässlich geöffnete Kirche signalisiert immer: Hier sind Sie willkommen! Diese Kirchen bieten Ruhe mitten im Alltag, laden ein zu Besinnung und Gebet.
Die Zahl der Kirchen mit dem Signet für verlässlich geöffnete Kirchen wächst stetig - auch im Bereich des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region. Eine Übersicht über alle "offenen Kirchen" des evangelischen Rheinlands finden Sie unter:

Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste

Feiertage im Kirchenjahr

Das Kirchenjahr unterscheidet sich vom Kalenderjahr. Es beginnt mit dem ersten Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag Ende November eines jeden Jahres. Das Kirchenjahr orientiert sich an den kirchlichen Feiertagen und läuft nach folgendem Schema ab: Advent, Weihnachten, Epiphanias, Passion, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Trinitatis, Erntedankfest, Reformationstag, Buß- und Bettag, Toten- bzw. Ewigkeitssonntag.

Glaubens-ABC der EKD

Antependien

Am Altar und an der Kanzel sind in evangelischen Kirchen in aller Regel farbige Tuchbehänge angebracht, die man Antependien nennt. Die unterschiedlichen Farben haben verschiedene Bedeutungen und sind bestimmten Zeiten des Kirchenjahres zugeordnet. Diese liturgischen Farben haben eine lange Geschichte und einen hohen Symbolwert, der sich auch in der Kleidung von Pfarrerinnen und Pfarrern oder Bildern im Kirchraum zeigen kann. Die Gesamtheit der liturgisch eingesetzten Textilien, die oft künstlerisch enorm aufwendig gestaltet sind, nennt man Paramente.

Das Kirchenjahr, erklärt von der Evangelischen Landeskirche Baden