Ethik, Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit

Der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, gehört zum Kernbestand der jüdisch-christlichen Überlieferung. Wenn die evangelische Kirche den Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung vertreten will, muss sie sich auch fragen lassen, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Ihre Antwort muss daher glaubwürdig und ihr Handeln transparent sein. In der Ernsthaftigkeit des Bemühens um die Bewahrung der Schöpfung darf sie sich nicht von Wirtschaftsunternehmen, Banken und Kommunen übertreffen lassen.

 

Der Weizen wächst nicht schneller, wenn man daran zieht - so wie alles Andere im Leben auch. Weitersagen!

 

Um das alles realisieren zu können, ist eigentlich nur eines wichtig: Wissen. Das kann nur durch Bildung erreicht werden. Und genau darum geht es den hier aufgelisteten Anbietern:



Arbeitskreis Energiefragen und Ökologie des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region

Im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region besteht seit 1993 ein "Arbeitskreis Energiefragen und Ökologie", in dem die vier Umwelt-Beauftragten der Kölner Kirchenkreise, ein Energieberater sowie Vertreter des Vorstands und eines kirchlichen Wohnungsbauunternehmens mitwirken. Der Arbeitskreis berät den Bauausschuss, führt Schulungen durch, erarbeitet Beratungsmaterial und initiiert sowohl praxisorientierte als thematische Aktionen. Denn: Christlicher Schöpfungsglaube braucht für die Umsetzung in das Alltagshandeln sowohl Kenntnisse aus Natur und Technik als auch immer wieder neue Motivation. "Sachzwänge" des Alltags wie Know-How-Verlust durch Wechsel von Akteuren, Finanzknappheit und Zeitmangel erfordern nämlich beharrliches Gegensteuern.

Kirchenkreis Köln-Nord
Kirchenkreis Köln-Süd
Köln-Mitte
Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch

Bocklemünder Kinder-Umweltgruppe

Themen aus Natur und Umweltschutz für  sechs- bis zwölfjährige Kinder: Einmal im Monat treffen sich interessierte Kinder samstags mittags in der evangelischen Auferstehungskirche von Köln-Bocklemünd, um unter erfahrener Anleitung von NABU-Mitarbeitenden Themen aus Natur und Umweltschutz zu entdecken. Es werden auch kleine Exkursionen in die Umgebung gemacht.

Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf

Einkaufen und weiterbilden: der Weltladen Köln

Die offizielle Definition des Fairen Handels lautet: "Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen - insbesondere in den Ländern des Südens - leistet er einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fairhandelsorganisationen engagieren sich - gemeinsam mit VerbraucherInnen - für die Unterstützung der ProduzentInnen, Bewusstseinsbildung sowie Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels." Und: Zu jedem Schal, jedem Kaffee, jeder Schokolade gehören Menschen, die angebaut, gewebt oder gepflückt haben. Das möchte der Weltladen Köln spürbar machen: Durch sein vielfältiges Sortiment mit Produkten aus aller Welt und seine Informations-, Bildungs- und Kampagnenarbeit. Der Weltladen Köln berät auch Mitarbeitende in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit zum Thema "Fairer Handel", verleiht Bildungsmaterialien zum Fairen Handel und seinen Hintergründen (Bücher, Unterrichtsmappen, Filme, Anschauungsmaterial, Themenkoffer) und bietet die Möglichkeit, mit einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter in den Schulunterricht oder eine Gruppe zu kommen, um eine Unterrichtseinheit oder ein Projekt durchzuführen oder zu begleiten.

Weltladen Köln

Energiekonzept der Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG)

Eine kirchlich getragene Siedlungsgesellschaft wie die evangelische ASG (Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH) hat selbstverständlich auch eine ökologische Verantwortung. Deshalb wird in einem Teil des größten Gebäudekomplexes der ASG, einer Anlage mit 244 Wohneinheiten in Bocklemünd-Mengenich, von der ASG ein Energiekonzept realisiert, das in erster Linie die Sonnenwärme für die Warmwasserversorgung nutzt, aber auch elektrischen Strom in das öffentliche Netz einspeist. Die ASG bietet auch Beratung an, um Gemeinden und anderen Trägern die sinnvolle Nutzung moderner Energiekonzepte nahezubringen.

Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG)

Kirchliches Umweltmanagement im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region

Das ökumenische Pilotprojekt "Kirchliches Umweltmanagement" hat Möglichkeiten aufgezeigt, schöpfungsbewusstes Alltagshandeln als verbindlichen Standard in kirchlichen Einrichtungen zu etablieren. Mittlerweile sind bundesweit in 175 Einrichtungen und Gemeinden Maßnahmen zum Umweltmanagement eingeführt oder in Vorbereitung. Der Arbeitskreis 'Energiefragen und Ökologie' des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region steht mit verschiedenen Akteuren in Verbindung, um einerseits im eigenen Bereich Mitwirkende zu gewinnen und andererseits die Teilnahme an Schulungsmaßnahmen zu organisieren.

Der Grüne Hahn

Kirchliches Umweltmanagent: der Grüne Hahn

Der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, gehört zum Kernbestand der jüdisch-christlichen Überlieferung. Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Ihre Antwort muss daher glaubwürdig und ihr Handeln transparent sein. In der Ernsthaftigkeit des Bemühens um die Bewahrung der Schöpfung darf sie sich nicht von Wirtschaftsunternehmen, Banken und Kommunen übertreffen lassen. Der "Grüne Hahn" ist ein Netzwerk aus evangelischen und katholischen Gemeinden oder Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, die gerade dabei sind, ein Umweltmanagementsystem aufzubauen, oder es bereits etabliert haben. Im Moment finden sich unter den Teilnehmenden (noch) weit mehr westfälische als rheinische Adressen.

Der Grüne Hahn

KölnAgenda e.V.

Der Verein KölnAgenda e.V. will den lokalen Agenda-Prozess für eine nachhaltige Entwicklung in Köln fördern. Darum bietet er mit der KölnAgenda-InfoStelle im Haus der Evangelischen Kirche eine Anlaufstelle für alle Interessierten. Außerdem wirkt er als Dienstleister im Agenda-Prozess, um für die inhaltliche Arbeit den organisatorischen, technischen und finanziellen Rahmen zu schaffen. Der Verein unterstützt auch gern Kölner Agenda-Gruppen und Initiativen bei der Suche nach Räumen oder Sponsoren für konkrete Projekte, denn er entscheidet außerdem über die Vergabe von Fördermitteln für Projekte, die eine nachhaltige Entwicklung in Köln voranbringen. Alle Kölnerinnen und Kölner, Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen können Mitglied werden. Die Stadt Köln hat die Gründung des Vereins im September 1999 unterstützt und ist selbst Mitglied - ebenso wie der Evangelische Kirchenverband Köln und Region.

KölnAgenda e.V.

Nur eine Welt - für alle

"Nur eine Welt - für alle", das ist Motto und Anlass, Ansporn und Ziel dieser Internetseite, deren Betreiber Hanno Sparbier-Conradus sich selbst als "Einsparkraftwerk" bezeichnet. Er ist eine verlässliche Größe in vielen Fragen rund um die Bewahrung der Schöpfung im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region: Ehrenamtlich in der Kirchengemeinde Köln-Dünnwald für Öffentlichkeitsarbeit, Internet, kirchliches Umweltmanagement, umweltbewusste Bauunterhaltung sowie den EineWeltLaden tätig, verantwortlich für die Websites rund um KölnAgenda, dem Web-Portal für die Lokale Agenda 21 in Köln, sowie die Umwelt-Seite der Evangelischen Kirche im Rheinland. Als Umweltmanagementbeauftragter seiner Kirchengemeinde hat er dafür gesorgt, dass Dünnwald 2007 als erste Gemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland nach EMAS zertifiziert worden. Als Synodalbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch ist er für den Verband im Arbeitskreis Energiefragen und Ökologie aktiv, außerdem kümmert er sich um "Solartechnik und effiziente Beleuchtung" für Schulen in NRW. All diese Kentnisse und Aktivitäten fließen in seine Internetseite ein - eine Fundgrube für alle, die sich rund um Kirche und Umwelt, das Energie sparen, kurz: Möglichkeiten zur Bewahrung der Schöpfung informieren wollen.

Nur eine Welt

Zukunft einkaufen

Frauengemeinschaften, Jugendgruppen, Gemeinden oder Seniorenheime – alle entscheiden mit ihrem Einkauf, welche Dinge wie hergestellt werden – ob schadstoffbelastete Textilien oder umweltschonendes Recyclingpapier, ob Grabsteine von Kinderhand oder Kaffee und Tee zu existenzsichernden Preisen. Das Projekt "Zukunft einkaufen" möchte dazu beitragen, dass die Kirchen und deren Einrichtungen durch systematische Umstellung auf ökofairen Konsum ein sichtbares Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung setzen. Für alle, die diese Idee vor Ort in Gemeinden oder kirchlichen Einrichtungen umsetzen oder ausweiten wollen, gibt es auf der Internetseite Arbeitsmaterial.

Zukunft einkaufen