Kirchenmusik
„Ein feste Burg ist unser Gott“. „Vom Himmel hoch da komm’ ich her“. „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“. Dies sind nur drei der bekanntesten Kirchenlieder aus der Feder Martin Luthers, der Anfang des 16. Jahrhunderts die Kirche reformieren wollte. Luther wollte den Menschen Gottes Wort nahe bringen. Dies bedeutete zweierlei: Alle Menschen mussten Gottes Wort verstehen können. Deshalb übersetzte Luther die Bibel in ein verständliches Deutsch. Zudem wollte Luther die frohe Botschaft, welche Jesus brachte, verbreiten. Lesen konnte damals allerdings nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Deshalb bediente Luther sich des Kirchenlieds, das alle Menschen lernen und mitsingen konnten. So wurde die Reformation zu einem großen Teil singend verbreitet. In dieser Tradition stehen etliche protestantische Dichter, etwa Paul Gerhardt („Geh’ aus mein Herz und suche Freud’“) oder Philipp Nicolai ("Wie schön leuchtet der Morgenstern"), die Glaubensfragen in poetische Liedtexte verwandelten.
![]() | Großer Klang: Chorkonzert im Altenberger Dom. |
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