Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Ehrenamt und Netzwerke

Hilfe zur Selbsthilfe - jung trifft alt - Nachbarn kümmern sich umeinander: In dieser Rubrik geht es um die aktive Förderung von Gemeinschaft. Im "Veedel" oder ganz gezielt für Obdachlose, im Krankenhaus, für vorübergehend kranke Nachbarn oder für Menschen, die ständig auf Hilfe angewiesen sind. Es geht um die aktive Integration von Migrantinnen und Migranten oder um Bewohner-Vereine, die sich gegenseitig helfen, einen festen Treffpunkt schaffen und effektive Hilfen anbieten oder vermitteln. Manchmal geht es darum, das Leben in der Nachbarschaft friedlicher und angenehmer zu gestalten, manchmal geht es um ganz simple Dinge wie Einkaufen, Wäsche waschen oder Zeit schenken. Wie immer bei ehrenamtlichen Projekten profitieren davon alle Beteiligten, die "Gebenden" wie die "Nehmenden". Und das ist für viele Menschen Grund genug, sich ehrenamtlich zu engagieren.

 

Freiwillig "Mensch sein" - für Andere und sich selbst: zwei Teile eines Puzzles - spannendes Spiel ohne Verlierer!



» Selbst ehrenamtlich aktiv werden

» Nachbarschaftshilfe, Netzwerke

» Familienzentren als vernetzte Hilfsangebote


Selbst ehrenamtlich aktiv werden

Bahnhofsmission Köln: ökumenisch und mit viel ehrenamtlicher Arbeit

Die Räume der Bahnhofsmission befinden sich im Kölner Hauptbahnhof auf Gleis 1. Als Anlauf- und Beratungsstelle stehen sie jedem Hilfesuchenden rund um die Uhr offen. In Köln wird die Bahnhofsmission getragen vom Diakonischen Werk Köln und Region des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region und von "IN VIA", dem Verband katholischer Mädchensozialarbeit. Aber ohne ehrenamtliche Arbeit wäre das nicht möglich: Bundesweit sind in den 99 Bahnhofsmissionen rund 2.200 Freiwillige im Einsatz. Darum bekam die Kölner Bahnhofsmissione 2008 auch den Ehrenamtspreis der Stadt Köln verliehen.

Bahnhofsmission Köln

Ehrenamt mit der Diakonie Köln und Region

Im Diakonischen Werk Köln und Region engagieren sich mehr als 200 Frauen und Männer ehrenamtlich, weitere Engagierte sind stets willkommen. Wer einen Teil seiner freien Zeit den Aufgaben des Diakonischen Werkes widmet, kann anderen helfen und dabei neue Kontakte und Erfahrungen gewinnen. Für ehrenamtlich Engagierte in den verschiedenen diakonischen Fachdiensten und in den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region bietet das Diakonische Werk Köln und Region Fortbildung und Begleitung an. Alle ehrenamtlich Engagierten werden intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet und fortlaufend geschult. Der Einsatz kann in der Bahnhofsmission sein, in den Bereichen Migration oder Wohnungslosenhilfe, in der Seniorenarbeit oder bei der Nachbarschaftshilfe "Kölsch Hätz".

Diakonisches Werk Köln und Region

Ehrenamtlich Neugeborene begrüßen: "Kinder willkommen!"

"Kinder willkommen" heißt ein Projekt, das vom Jugendamt der Stadt Köln koordiniert wird: Ehrenamtlich arbeitende, vorher ausführlich geschulte Menschen besuchen Familien mit neu geborenen Kindern - natürlich auf freiwilliger Basis, also nur, wenn die Eltern vorher ihre Zustimmung zu einem solchen Besuch gegeben haben. Neben kleinen Präsenten gibt es dann zahlreiche Informationen darüber, wohin sich Eltern mit welchen Fragen oder Problemen wenden können. Ausgewählte freie Träger der Jugendhilfe im Stadtgebiet Kölns haben sich die Besuchs-Gebiete räumlich aufgeteilt. Für den Innenstadtbereich von Köln und in Köln-Deutz ist die Evangelische Familienbildungsstätte zuständig - wer also Interesse an dieser ehrenamtlichen Arbeit hat, meldet sich am besten direkt dort.

Evangelische Familienbildungsstätte Köln (FBS)

Ehrenamtlich: Migrationsberatung des Diakonischen Werks Köln und Region

Der Fachdienst Migration des Diakonischen Werkes Köln und Region berät und begleitet Migrantinnen und Migranten in unterschiedlichen rechtlichen und sozialen Lebenssituationen in Deutschland. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos und vertraulich. Um den vielfältigen Fragestellungen gerecht zu werden, untergliedert sich das Angebot in folgende Aufgabenbereiche: Flüchtlingsberatung mit dem Projekt "Mwangaza", Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer mit dem Projekt "Türöffner", Integrationsagentur mit dem Programm "Freiwilligendienste aller Generationen" und Rückkehrberatung mit dem Projekt "Auswege" sowie Interkulturelle Zentren. Ein Praktikum im Fachdienst Migration oder ehrenamtliches Engagement ist hier jederzeit möglich.

Diakonisches Werk Köln und Region

Ehrenamtliche Krankenhaus- und Altenhilfe: Grüne Damen und Herren

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaushilfe (EKH/ÖKH) ist besser bekannt unter dem Namen "Grüne Damen". Mittlerweile sind allein in Westfalen in 135 Gruppen 2.260 Ehrenamtliche organisiert. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe organisiert Fortbildungsangebote und begleitet den westfälischen, den rheinischen und den gemeinsamen Leitungskreis. Zum Aufgabenspektrum in den Krankenhäusern gehören: Lotsendienst, Hilfe bei der Aufnahme, Begleitung von Patientinnen und Patienten zu Operationen und Untersuchungen, Begleitung von Sterbenden und natürlich das Zuhören. Besorgungen im Haus und außerhalb, Buchausleihe, Vorlesen und die Betreuung von Angehörigen sind weitere Dienste. Zu den Aufgaben in den Altenhilfeeinrichtungen zählen: kleine Handreichungen, Briefe schreiben, Begleitung zu Veranstaltungen, Mitgestaltung bei Festen und auch hier das Zuhören. Grüne Damen und Herren werden in allen Krankenhäusern in Köln und in der Region - wie andernorts - immer wieder dringend gesucht.

Diakonie in Rheinland-Westfalen und Lippe

Evangelische TelefonSeelsorge Köln

Die Evangelische TelefonSeelsorge Köln können Sie unter der Notrufnummer 0 800 111 0 111 Tag und Nacht kostenlos anrufen, auch an Wochenenden und Feiertagen. Immer ist dort jemand zu sprechen, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, die erfahren und geschult und vor allem gerne bereit sind, Ihnen aufmerksames Interesse und Anteilnahme in einem Gespräch entgegenzubringen. Etwa 19.000 Anrufe erreichen jährlich die Evangelische TelefonSeelsorge Köln. Rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen engagieren sich hier. Sie werden von psychologisch geschulten Fachkräften aus- und kontinuierlich fortgebildet. Es gibt außerdem auch eine Onlineberatung.

Evangelische TelefonSeelsorge Köln

Freiwilligenagentur "mensch zu mensch"

"mensch zu mensch" ist die Freiwilligenagentur von Diakonie und Caritas in Köln. Sie versteht sich als Vermittlungsagentur für alle, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, und hilft gern bei der Suche nach einem ehrenamtlichen Engagement: "Wir finden heraus, wo Sie als Frewillige/r wirklich gebraucht werden. Wir unterstützen Sie, wenn Sie neue Ideen für ein Engagement haben, fördern die Zusammenarbeit in einer Gruppe oder einem Team. Information, Beratung und Vermittlung sind kostenlos. Wir beraten unabhängig von Konfession, Alter, Nationalität und politischer Ausrichtung. Und so kommen wir zusammen: Sie rufen bei uns an. In einem persönlichen Gespräch klären wir, wieviel Zeit Sie investieren möchten und können, was für Interessen und Fähigkeiten Sie für ein Engagement mitbringen, welche Einsätze in Ihrer Nähe möglich sind. Wir stellen den Kontakt zur Einsatzstelle her." Die Agentur berät aber auch Einrichtungen, Organisationen, Vereine, Verbände und Initativen, die Freiwillige suchen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen brauchen.

Diakonisches Werk Köln und Region

Freiwilliges Soziales Jahr der Diakonie im Rheinland

Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) haben junge Menschen die Möglichkeit, ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu erhöhen. An den meisten Fach- und Hochschulen wird das FSJ sogar als Praktikum anerkannt. Viele Unternehmen erkennen die dabei erworbenen Team-, Kommunikations- und Sozialkompetenzen als Pluspunkte in Bewerbungen an.

Diakonie in Rheinland-Westfalen und Lippe

Helfende Hände Wesseling

Unter anderem mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Wesseling bieten die ehrenamtlich "helfenden Hände" der Diakonie Michaelshoven schnelle und unkomplizierte Hilfe bei vielen kleinen Alltagsproblemen und Aufgaben, zum Beispiel Wechseln einer Glühbirne, Einstellungen an Telefon, Fernseher und Handy, Begleitung zur Behörde oder beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen. Außerdem werden Putztätigkeiten, Hilfen in Notfällen oder bei Umzügen und Fahrtendiensten sowie in der Pflege und Versorgung angeboten.

Diakonie Michaelshoven e.V.

Kölner Obdachlosenfrühstück am Sonntag

Das kostenlose Sonntags-Frühstück für Obdachlose mit Live-Musik und viel ehrenamtlichem Engagement ist eine Initiative Kölner Bürgerinnen und Bürger unter der Schirmherrschaft von Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, initiiert von der Dr.-Peter-Deubner-Stiftung. Angeboten wird es zur Zeit jeden zweiten Sonntag im Vringstreff e.V. in der Kölner Südstadt, Im Ferkulum 42, und einmal im Monat in Mülheim in der MüTZe, Mülheimer Selbsthilfe e.V., Berliner Straße 77.

Vringstreff, Kölner Südstadt

Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz: ehrenamtlich und ökumenisch in vielen "Veedeln"

Das Prinzip: Nachbarn zeigen ein Herz für Nachbarn - und das in inzwischen 20 Kölner Stadtteilen. Begonnen hat diese ökumenische Nachbarschaftshilfe 1997 in den Kölner Stadtteilen Mauenheim, Niehl und Weidenpesch. Die Erfahrung hat gezeigt: Kölsch Hätz ist ein Erfolgsmodell, das optimal auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den Stadtteilen und Kirchengemeinden reagiert: als Antwort auf das Zurückgehen stabiler, verlässlicher Beziehungen. Kölsch Hätz arbeit auf ehrenamtlicher Basis und sucht immer Menschen mit Herz, denen das soziale Klima im Veedel ein Anliegen ist, und die Lust haben, sich regelmäßig für ein bis zwei Stunden in der Woche sinnvoll zu engagieren.

Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz

Rechtliche Betreuung - Vormundschaften ehrenamtlich übernehmen

Gewinnung, Einführung, Fortbildung und Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer: Dieses Angebot richtet sich an Familienangehörige, die als Betreuerin oder Betreuer bestellt sind, und an Menschen, die ein anspruchsvolles, freiwilliges Engagement suchen. Der Betreuungsverein bietet in Kooperation mit den beteiligten Amtsgerichten und Betreuungsbehörden regelmäßige Einführungsveranstaltungen für diese Personen an. Den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern steht die Möglichkeit offen, an kontinuierlichen Gruppen zum Erfahrungsaustausch und an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Bei Bedarf können Termine zur Einzelberatung vereinbart werden. Es besteht Versicherungsschutz.

Diakonisches Werk Köln und Region

Sozial-diakonische Kompetenz: Stärkung und Weiterbildung im Ehrenamt

Für Gemeindegruppen und ehrenamtlich Engagierte in den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region hält das Diakonische Werk Köln und Region folgende Angebote vor: Reflexion, Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen Arbeit, Erfahrungsaustausch, Seminare zu verschiedenen Fachthemen, insbesondere für Mitarbeitende in Seniorenarbeit und Besuchsdienst, sowie Seminare zur Stärkung sozial-diakonischer Kompetenzen.

Diakonisches Werk Köln und Region

Stiftung "einfach helfen" der Diakonie Michaelshoven e.V.

Die Stiftung einfach helfen der Diakonie Michaelshoven e.V. ist für Menschen da, die Hilfe brauchen. Gemeinsam mit großzügigen Spendern, ehrenamtlich engagierten Menschen und starken Unternehmenspartnern wird es möglich, für Hilfe suchende Menschen konkrete Projekte zu verwirklichen. Denn: Viele wichtige Angebote der Diakonie Michaelshoven, die über die reine Basisversorgung hinausgehen, können nur über Spenden finanziert werden. Online gibt es Informationen zu geplanten und realisierten Projekten, auch Online-Spenden sind möglich.

Diakonie Michaelshoven e.V.


Nachbarschaftshilfe, Netzwerke

Betreuung für ältere und hilfebedürftige Menschen: Lindenthaler Dienste e.V.

Der Verein „Lindenthaler Dienste“ wurde im August 1983 mit einer doppelten Zielsetzung gegründet: Zum einen, um Arbeitslosen eine befristete Beschäftigung als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) zu schaffen, zum anderen sollten die ABM-Beschäftigten ältere und hilfsbedürftige Menschen bei der Haushalts- und Lebensführung unterstützen. Weil Mitarbeitende der Lindenthaler Dienste stundenweise Aufgaben wie Einkaufen, Putzen, Zubereitung von Mahlzeiten usw. übernahmen, konnten Senioren bis ins hohe Alter in ihrer  Wohnung und im vertrauten Umfeld wohnen bleiben. Als 1995 die Pflegeversicherung eingeführt wurde, haben die Lindenthaler Dienste ein kleines Team fest angestellter Mitarbeiterinnen aufgebaut, die in enger Zusammenarbeit mit der Diakonie Pflegeleistungen erbrachten. Das ABM-Projekt musste 2004 beendet werden, weil sich die Konditionen für die vom Arbeitsamt finanzierten ABM-Stellen drastisch verschlechterten. Trotz hoher Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden konnten diese finanziellen Einbußen nicht aufgefangen werden, so dass 2004 die Geschäftsstelle der Lindenthaler Dienste geschlossen wurde. Da der Verein fortbestand, begann 2005 eine neue Phase der Vereinstätigkeit: Auf hauptsächlich ehrenamtlicher Basis werden heute erneut Betreuungsleistungen für ältere und hilfebedürftige Menschen angeboten, zur Unterstützung bei deren Haushalts- und Lebensführung.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

Café Bickolo e.V. im Kölner Westend: vieles für kleines (oder gar kein) Geld

Täglich begegnen sich Menschen aus dem Westend im Café Bickolo, nutzen das gastronomische Angebot wie Frühstück oder Mittagessen, treffen Nachbarn, suchen und finden soziale Kontakte oder nutzen die Kleiderkammer, die professionelle Sozial-Beratung und die Gruppenangebote. Solidarische Preise ermöglichen vor allem Menschen mit geringem Einkommen, das Angebot des Cafés zu nutzen. Die Informationsvielfalt ist groß: Infos zu Angeboten, Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten meist sozialer oder kirchlicher Veranstalter, aber auch private Angebote, Gesuche und Tauschbörsen. Ziel des Cafés, das 1994 eröffnet wurde, ist es vor allem, in größtenteils ehrenamtlicher Arbeit das friedliche Zusammenleben im "Veedel" zu fördern, beispielsweise auch durch gemeinsam gestaltete Feste oder Aktionen.

Café Bickolo

Café Mittendrin, Köln-Dünnwald

Das Café Mittendrin wird unter anderen getragen von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Köln-Dünnwald. Weitere Partner sind das Seniorennetzwerk im Stadtteil und die Nachbarschaftshilfe "Kölsch Hätz". Das Café ist zu einem Treffpunkt geworden. Der Slogan "Butterbrote und Begegnung" trifft zu, denn viele Menschen haben entdeckt, dass man dort nicht nur guten Kaffee trinken und bei einem reich belegten Butterbrot den Hunger stillen, sondern sich dort auch prima verabreden oder neue Leute kennenlernen kann. Das ist aber noch nicht alles. Zu den Angeboten gehören eine Trauer-Selbsthilfegruppe, regelmäßige Gesprächsabende und Vorlesestunden für Kinder.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald

Familienladen in Köln-Buchheim

Der Familienladen ist Teil des Netzwerks für Kinder, Jugendliche und Familien in Buchheim. Er bietet Familien die Gelegenheit, sich zu treffen und auszutauschen. Besondere Angebote gibt es für Frauen, Jugendliche und Kinder. Beratung wird groß geschrieben: Das Team des Familienladens berät schnell und unbürokratisch, unterstützt alle Hilfesuchenden dabei, die passende Hilfe zu finden. In der Sozialberatung geht es um Fragen zu finanziellen und behördlichen Angelegenheiten, um Sozialleistungen und die Unterstützung bei Formularen und Anträgen. Weitere Angebote: Ferienprogramme für Familien, Vater-Kind-Aktionen, Elterntraining, Kulturangebote und vieles mehr.

Diakonisches Werk Köln und Region

Für Menschen allen Alters im "Veedel" aktiv: Buchheimer Selbsthilfe

Zu den Anliegen der Buchheimer Selbsthilfe, kurz BuchSe genannt, gehört es, den im "Veedel" lebenden Kindern durch Angebote wie Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und Ferienaktivitäten Raum und Anregung für ihre Entfaltung zu bieten. Häufig geht es auch um die Beratung und Existenzsicherung in Familien, dabei reicht das Spektrum der Beratung von finanziellen Nöten über Fragen zum Wohnen, zu Ausbildung und Beruf bis zu erzieherischen Fragen. Seniorinnen und Senioren schließlich lieben die PC- und Internetkurse, in denen ihnen qualifizierte jüngere Menschen beibringen, wie es geht. Nicht zuletzt aufgrund der personellen Kontinuität von Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern ist es gelungen, dass die BuchSe eine feste Größe im Stadtteil geworden ist. Träger sind der Verein Buchheimer Selbsthilfe e.V. und das Diakonische Werk Köln und Region.

Diakonisches Werk Köln und Region

Helfende Hände Wesseling

Unter anderem mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Wesseling bieten die ehrenamtlich "helfenden Hände" der Diakonie Michaelshoven schnelle und unkomplizierte Hilfe bei vielen kleinen Alltagsproblemen und Aufgaben, zum Beispiel Wechseln einer Glühbirne, Einstellungen an Telefon, Fernseher und Handy, Begleitung zur Behörde oder beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen. Außerdem werden Putztätigkeiten, Hilfen in Notfällen oder bei Umzügen und Fahrtendiensten sowie in der Pflege und Versorgung angeboten.

Diakonie Michaelshoven e.V.

Interkulturelles Zentrum "Alte Feuerwache"

Im Bürgerzentrum "Alte Feuerwache" bietet das Diakonische Werk Köln und Region unter der Überschrift "Interkulturelles Zentrum" Aktivitäten für verschiedene Zielgruppen an. Das Zentrum ist für alle Menschen mit und ohne Migrationshintergrund offen, Begegnung und Integration stehen hier im Vordergrund. Weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung des freiwilligen Engagements. Da gibt es Angebote für Schülerinnen und Schüler, beispielsweise Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe bis Klasse 10, aber auch Aktivitäten wie Ausflüge, Museumsbesuche und Bastelnachmittage. Seniorinnen und Senioren treffen sich zum Folkloretanz, zur Gymnastik oder zu Seminaren. Für Frauen gibt es außerdem spezielle Sprachförderkurse, Vorträge, Gesprächsrunden und kreative Gruppen.

Diakonisches Werk Köln und Region

Lichtblick – Café + mehr in Köln-Stammheim

1994/1995 wurde in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Stammheim mit der Planung des Café Lichtblick begonnen. Wegen der mehrheitlich katholischen Bevölkerung Stammheims wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrei in Angriff genommen und durchgeführt. Nach mehr als 2.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden innerhalb von zehn Monaten wurde es 1996 eröffnet. Seither steht es allen Interessierten als Begegnungsstätte zur Verfügung. Das Café bietet regelmäßig jeden dritten Freitag im Monat Literaturlesungen, ein Café mit Bistro-Charakter und einem Frühstücksangebot von morgens bis abends, immer wieder Ausstellungen und Vorträge, den Verkauf von neuen und die Abgabe gebrauchter Bücher gegen eine Spende, Gespräche, Seelsorge und Beratung, eine Kleiderkammer und diverse Angebote für Seniorinnen und Senioren.

Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim

Lindweiler Treff: Kleidung oder Haushaltsgeräte zu kleinen Preisen, Beratung, Treffpunkt für Senioren oder Jugendliche und mehr

Der „Lindweiler Treff“ ist Drehscheibe und zentrale Anlaufstelle im Stadtteil Lindweiler für Menschen jeden Alters, für Institutionen und andere Einrichtungen. Hier wird Stadtteilarbeit geleistet, um Armut und Ausgrenzung zu vermeiden, die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, Familien zu unterstützen und älteren Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich einzubringen. Die ehrenamtliche Arbeit bildet das Fundament des „Lindweiler Treffs“. Zu den Angeboten zählen: Sozial- und Arbeitslosenberatung, Lern- und Freizeitangebote für  Kinder, Eltern-Kind-Gruppen, Seniorenclub und Computerkurse, Bewegungsgruppe „FIT für 100“. Im Café Schatztruhe kann man außerdem gebrauchte Kleidung kaufen oder spenden.

Diakonisches Werk Köln und Region

Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz: ehrenamtlich und ökumenisch in vielen "Veedeln"

Das Prinzip: Nachbarn zeigen ein Herz für Nachbarn - und das in inzwischen 20 Kölner Stadtteilen. Begonnen hat diese ökumenische Nachbarschaftshilfe 1997 in den Kölner Stadtteilen Mauenheim, Niehl und Weidenpesch. Die Erfahrung hat gezeigt: Kölsch Hätz ist ein Erfolgsmodell, das optimal auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den Stadtteilen und Kirchengemeinden reagiert: als Antwort auf das Zurückgehen stabiler, verlässlicher Beziehungen. Kölsch Hätz arbeit auf ehrenamtlicher Basis und sucht immer Menschen mit Herz, denen das soziale Klima im Veedel ein Anliegen ist, und die Lust haben, sich regelmäßig für ein bis zwei Stunden in der Woche sinnvoll zu engagieren.

Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz

Selbst- und Nachbarschaftshilfe im "Veedel": Holweider Selbsthilfe

Die „Holweider Selbsthilfe“ ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, Mitglied im Diakonischen Werk Köln und Region, die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide ist Vereinsmitglied. Die „Holweider Selbsthilfe“ (HoSe) ist ein „Bewohner-Verein“, dessen Ziel es ist, die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen im Stadtteil zu verbessern. Konkrete Angebote sind beispielsweise Familienwochenenden, der Aufbau eines Seniorentreffs, einer Krabbelgruppe, des Gebrauchtmöbellagers (heute in der Rudolf-Breitscheid-Straße 2a) und des Cafés "Holweider Treff". Außerdem werden Sozial- und Mieterberatung, Frauenfreizeiten, eine Kinderfußballgruppe und Familienfreizeiten geplanz. Auch das das Möbellager „Deutzer Schatztruhe“ gehört zum Verein "HoSe". Acht Langzeitarbeitslose fanden dort über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) einen Arbeitsplatz.

Holweider Selbsthilfe - HoSe e.V

Studie zum Ehrenamt in Bickendorf - Westend - Ossendorf

Eine 80 Seiten umfassende Studie und mit ganz konkreten Handlungsempfehlungen, Titel: "Niederschwelliger Zugang zum bürgerschaftlichen Engagement in benachteiligten Stadtteilen", erstellt am Beispiel des Sozialraumgebietes Bickendorf - Westend - Ossendorf, unter anderem unter Einbeziehung des "Café Bickolo".

Kölner Netzwerk Bürgerengagement


Familienzentren als vernetzte Hilfsangebote

Evangelisches Familienzentrum Lindenthal

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Lindenthaler Dienste dein Familienzentrum im Stadtteil Lindenthal gegründet. Ausgangspunkt des Familienzentrums (FZ) sind die beiden Kindertagesstätten der Gemeinde. Ziel ist die Bereitstellung von niedrigschwelligen Angeboten zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien, die nicht zur Praxis und zum allgemeinen Standard von "normalen Kitas" gehören. Es wendet sich nicht nur an Familien der Kita, sondern an alle Familien im Umfeld, immer an den konkreten Bedürfnissen der Menschen orientiert. Dazu gehören beispielsweise Angebote gemeinsam mit der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, dem Evangelischen Krankenhaus Weyertal, der Familienbildungsstätte Köln und anderen Kooperationspartnern. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Anbietern von Familien unterstützenden Angeboten im Bereich Gesundheitsförderung, Bildungsarbeit oder im Freizeitbereich geplant. Ein anderer Schwerpunkt des FZ ist die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eines Angebots, das Alleinerziehende und Eltern, die beide berufstätig oder in Ausbildung/Studium sind, unterstützt.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

Familienzentrum Bilderstöckchen

Das Familienzentrum Bilderstöckchen besteht aus verschiedenen Einrichtungen, in denen regelmäßig offene Elternsprechstunden, Elterncafé, Sprachföderung, Vorleseangebote, Sprachtherapie, Büchereibesuche, Hausaufgabenbetreuung, eine Kleiderkammer für Kinderkleidung, Waldtage und Schwimmunterricht für Kinder angeboten werden.
Die Träger - das Diakonische Werk Köln und Region und das "Netzwerk Soziale Dienste und ökologische Bildungsarbeit e.V." - haben sich 2006 zusammengeschlossen, um im Stadtteil das Familienzentrum Bilderstöckchen als Verbund zu gründen mit zwei Tageseinrichtungen für Kinder in sozialen Brennpunkten, dem "Amigo-Treff" für Kinder und Jugendliche sowie mit heilpädagogischen und sozialen Diensten. 2008 erhielten sie das Gütesiegel Familienzentrum NRW.

Diakonisches Werk Köln und Region

Familienzentrum Rodenkirchen Südpunkt

Das Familienzentrum "Südpunkt" der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder in Rodenkirchen versteht sich als Anlaufstelle für Familien im Stadtteil. Dort gibt es zahlreiche Informationen, Hilfen und Beratung rund um Familie und familiäre Fragestellungen. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, Schulen, Vereinen, oder Therapeuten im "Veedel" ergänzt das Angebotsspektrum. Das Familienzentrum Rodenkirchen hat es sich zum Ziel gemacht, Knotenpunkt im stadtteilbezogenen Familien-Netzwerk zu werden.

Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen