Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Die Presbyteriumswahlen 2016: Wie war es denn... zum Beispiel in Brühl

„Ist doch Ehrensache“, sagten Mitglieder des Wahlvorstandes auf die Frage nach tatkräftiger Unterstützung am Wahltag

15.02.2016

„Wir sind in der glücklichen Lage, eine echte Wahl zu haben mit sechs, sieben und acht Kandidatinnen und Kandidaten in den drei Wahlbezirken, insgesamt also 21“, freute sich Pfarrer Stefan Jansen-Haß. „Das ist schon eine gute Sache. Wir müssen nicht gucken, dass wir Menschen ´überreden´.“ 7.300 Wahlberechtigte der rund 8.800 Mitglieder starken Evangelischen Kirchengemeinde Brühl waren aufgerufen 15 Personen zu wählen.

Vier von sieben Mitgliedern des Wahlvorstandes in der Thomaskirche in Köln-Meschenich: Werner Dettlaff, Brigitte Darkwah, Ursula Wirowski und Christa Rauscher (v.l.)
Mit 8,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung „etwa ein Prozent niedriger“ als in 2012, so Jansen-Haß. Aus dem alten Presbyterium traten 13 Personen wieder an. Elf von ihnen wurden erneut gewählt.

Stärkung durch Zwischenmahlzeit in der Thomaskirche
Frischer Kaffee, leckere Schinkenbrötchen und als Dessert ein Stück Schokolade. Wer im Gemeindezentrum Thomaskirche in Köln-Meschenich zur Wahl schritt, konnte sich mit einer Zwischenmahlzeit stärken. Gut 25 Personen nahmen dort ihren Stimmzettel entgegen, setzten Kreuzchen und legten das Dokument in die Urne. Die Mehrzahl direkt nach dem Gottesdienst. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten die fünf weiblichen und zwei männlichen Mitglieder des Wahlvorstandes. Unter ihnen Christa Rauscher. „Wir wurden gefragt, ob wir das machen wollen. Ist doch Ehrensache“, erklärte sie stellvertretend. Wie die anderen Damen gehört sie dem Frauenkreis an. Im Gespräch über die weiteren evangelischen Aktivitäten vor Ort erzählte sie ebenso von der Pflege einer „lebhaften Ökumene“

Freude über junge Kandidaten in der Andreaskirche
Wie die Thomaskirche gehört die Andreaskirche zum dritten Bezirk der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl. Entsprechend fungierte am Sonntag das Gemeindezentrum in Brühl-Vochem als Wahllokal. Dort schauten viele Wahlberechtigte auch am Nachmittag vorbei. Insgesamt verzeichnete der achtköpfige Wahlvorstand eine Beteiligung von zehn Prozent. Das entspricht rund 200 Personen. Mit im Wahlvorstand saß Bruno Huwald. Nach 36 Jahren im Presbyterium hatte der gelernte Betriebswirt, der lange in der Software-Entwicklung gearbeitet hat, sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Er zeigte sich froh darüber, jüngere Kandidaten „geworben zu haben“. In den vergangenen fast vier Jahrzehnten engagierte sich Huwald insbesondere im Finanz-, Bau- und Öffentlichkeits-Ausschuss. Darüber hinaus half er dort, wo „Hilfe in der Gemeinde“ benötigt wurde. „Ich hoffe, etwas bewirkt zu haben“, blickt Huwald bescheiden auf die nicht nur für die Brühler Gemeinde außergewöhnliche lange Zeit im Presbyterium zurück. Und sein Engagement will er nicht komplett einstellen. Beispielsweise bleibt er tätig im Besuchsdienst, wo er sich um Menschen ab dem 80. Lebensjahr aufwärts kümmert.

Gesamtgemeindliches Denken
Die Arbeit im Leitungsgremium habe er stets gesamtgemeindlich gedacht und aufgefasst. Das Kirchturmdenken, blickte er zurück, sei glücklicherweise immer mehr zurückgegangen. Das bestätigte Stefan Jansen-Haß, Pfarrer an der Thomas- und Andreaskirche. Er betonte, dass sich die Evangelische Kirchengemeinde Brühl trotz ihrer Gliederung in drei Bezirke als eine zusammenhängende Gemeinde verstehe. In dieser würden die beiden Pfarrerinnen und er harmonisch kooperieren und das Programm gemeinsam erarbeiten. Die Zuständigkeiten seien je nach Interesse und Fähigkeit aufgeteilt. „Daher spielt es keine Rolle, welchem der drei Bezirke man zugeordnet ist.“

Das neue Presbyterium
Das neue Presbyterium bilden Renate Auschner, Till Bertram, Sabine Dzambo,Wolfgang Förste, Klaus Giesler, Edelgard Hofmann-Weseloh, Peter Pfannkuche, Gerhard von Richthofen, Karin Saß-Blauhut, Sabine Schubert-Sorger, Dr. Ulrich Semmler, Ursula Ulmen, Judith Wackernagel, Ute Weber-Heinen und Karen Winkler. Hinzu kommt Kantorin Marion Köhler als Mitarbeiterpresbyterin. Als „geborene“ Mitglieder gehören ebenso die Pfarrstelleninhabenden Renate Gerhard, Jansen-Haß sowie – nach ihrer Einführung am 6. März – Sandra Nehring dem Presbyterium an. Die Verabschiedung des alten und die Einführung des neuen Leitungsgremiums findet im Gottesdienst am Sonntag, 13. März, 10.15 Uhr, in der Christuskirche statt.



Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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