Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Die Komfortstation im Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal ist eröffnet

„Heute haben viele Patienten nicht nur den Anspruch, medizinisch versorgt zu werden, sondern sie haben Ideen und Bedürfnisse, für die wir ein offenes Ohr haben“

28.02.2016

Das Evangelische Krankenhaus Köln-Weyertal (EVK) blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1902 öffnete die Einrichtung erstmals ihre Pforten. 1967 wurde das Haus in seiner jetzigen Gestalt errichtet, Erneuerungen und Sanierungen inklusive. „Menschen verändern und entwickeln sich weiter, auch der medizinische Standard ändert sich – natürlich wollen und müssen wir solche Veränderungen begleiten“, so Stefan Köller, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, anlässlich der Eröffnung der neuen Komfortstation.

Gjila Mislimi, Stefan Köller, Klaus Zimmer, Dr. Holger Heinen-Schürmann und Oberin Beate Wegener (v.l.) mit dem symbolischen Schlüssel
Bei der Eröffnung waren auch die beiden Seelsorger, der evangelische Pfarrer Karsten Leverenz und der katholische Pfarrer Heinrich Becker anwesend. Architekt Klaus Zimmer brachte einen symbolischen Schlüssel mit, und Dr. Holger Heinen-Schürmann, stellvertretender ärztlicher Direktor, übernahm mit Oberin Beate Wegener die würdevolle Aufgabe, das rote Absperrband durchzuschneiden.

Zehn Wohlfühlzimmer mit Bad, Fernseher und Internet
Vor dem Umbau musste vieles geklärt werden: „Natürlich haben wir uns damit auseinandergesetzt, ob ein evangelisches Krankenhaus eine Komfortstation benötigt“, erläutert Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski. „Heute haben viele Patienten nicht nur den Anspruch, medizinisch versorgt zu werden, sondern sie haben darüber hinaus Ideen und Bedürfnisse, für die wir ein offenes Ohr haben.“ Auf der neuen Station bietet das EVK insgesamt zehn Zimmer an – entweder als Ein-Bett- oder als Zwei-Bett-Zimmer. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes, anspruchsvoll ausgestattetes Bad, einen Fernseher, Radio und Internetzugang. Auch ein geräumiger Safe im Wandschrank sowie freie Menüauswahl beim Mittagsessen gehören zum Angebot.

Leere Betten? Der „gute Ruf“ eilt dem EVK voran
Um seine Beliebtheit muss das EVK nicht fürchten. Dank der sehr guten Arbeit aller Beschäftigten habe das Krankenhaus einen guten Ruf und so sei die Nachfrage nach Betten glücklicherweise mehr als zufriedenstellend, bestätigt Geschäftsführer Januschewski.

Leitlinien: Komfort und Halt geben
Doch nicht nur der Komfort ist wichtig, sondern auch das Füreinander: „Wir haben hier eine Station, die in der Ausrüstung höherwertig ist – aber es bleibt dabei, dass Menschen krank sind, dass Leid, Schmerz und auch der Tod uns betrifft. Dies ist das Wesen von Krankenhaus“, so Pfarrer Leverenz. Krankheiten lösten häufig existenzielle Krisen aus – umso wichtiger sei es, Beistand zu spüren und zu erleben, dass Halt da ist. „Wir können Hände, Ohren und Herzen mitbringen und miteinander offen umgehen – auch dies steigert die Qualität einer jeden Station“, so Leverenz weiter.

Weitere Umbauten in Planung
Die umfangreiche Baumaßnahme dauerte insgesamt sieben Monate, eine Zeit, die auch mit Belastungen einher ging: „Mitarbeiter und Patienten mussten einiges an Geduld aufbringen, denn ein solcher Umbau ist immer auch anstrengend – umso mehr freuen wir uns, nun die zehn neuen Zimmer vorstellen zu dürfen“, betont Verwaltungsdirektor Köller. Die Komfortstation ist für die Fachabteilungen der Allgemein- und Bauchchirurgie, für die Orthopädie und Unfallchirurgie, die Wiederherstellungschirurgie und die Innere Medizin ausgerichtet. In den kommenden Jahren seien noch weitere Sanierungsmaßnahmen im Haus geplant, kündigt die Krankenhausleitung abschließend an.



Text: Judith Tausendfreund
Foto(s): Judith Tausendfreund