Nachbarn gestalten ein Fest für ihre Nachbarn

Zum zweiten Mal feiern die Anwohner in der Südstadt das "Nachbarschaftsfest in der Merowingerstraße"

Dieser Artikel wurde am 19.08.2014 veröffentlicht.
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19.08.2014

Das Nachbarschaftsfest in der Merowingerstraße ist anders. "Wir nennen es auch ganz bewusst, Nachbarschaftsfest und nicht Straßenfest," erklärt Pfarrer Hans Mörtter. Denn das Fest wird von Menschen aus dem Veedel für Menschen aus dem Veedel organisiert. Am kommenden Samstag und Sonntag, 23. und 24. August, wird in der Südstadt zum zweiten Mal nach 2012 das „Nachbarschaftsfest Merowingerstraße“, diesmal unter dem Motto "Verbindlichkeit und miteinander einstehen für die Qualität des Viertels", stattfinden.

Mit viel Engagement haben sie das Nachbarschaftsfest organisiert: v.l. Sonja Grupe, Andreas Moll, Costa Fotiadis, Hans Mörtter, Wilfried Schmickler

"Man braucht ein gutes Team"
Alle Stände werden von den Anwohnern und Geschäftsleuten betrieben. "Es ist eine Menge Organisation nötig, so ein Fest ohne kommerziellen Veranstalter im Rücken auf die Beine zu stellen", erzählt Mörtter. "Man braucht ein gutes Team." Und so ein Team, das alle zwei Jahre die Aufgabe annimmt, das Nachbarschaftsfest zu organisieren, hat sich in der Südstadt zusammengefunden. Neben Pfarrer Mörtter von der Lutherkirche sind der Kabarettist Wilfried Schmickler, Andreas Moll von meinesuedstadt.de, Sonja Grupe von SüdstadtLeben e.V., Klaus Schweizer vom Comedia Theater, Christian Rzepka von der Stunksitzung und der Gaststättenbetreiber Costa Fotiadis mit dabei.

Viele Highlights auf zwei Bühnen
"Wir organisieren keine Kirmesveranstaltung," das ist Wilfried Schmickler wichtig. Dass das gelungen ist, wird beim Blick auf das Kunst- und Kulturprogramm deutlich. Von einem modernen und offenen Gottesdienst, einer Modenschau über Kabarett, Comedy, Theater bis hin zu Weltmusik, Kölschpop, Folk und sogar Yoga auf der Straße bietet das Programm auf den zwei Bühnen eine große Vielfalt. Ein Highlight wird - wie auch schon beim letzten Mal vor zwei Jahren - die Tombola sein, bei der es viele attraktive Preise zu gewinnen und kaum Nieten gibt.

Der Überschuss wird gespendet
"Alle Künstler treten ohne Gage auf," erzählt Schmickler. "Niemand verdient mit dem Fest Geld." Es ist ein Wagnis: Rund 16.000 Euro müssen die Organisatoren vorab für die vorgeschriebene Straßensperrung, Schilder, Ordner, aber auch für Auf- und Abbau sowie sanitäre Anlagen aufbringen. Das Geld soll durch die Einnahmen der Tombola, den Bierverkauf, die Spenden der Geschäftsleute und durch Sponsoren eingenommen werden. Der Überschuss der Veranstaltung, der hoffentlich erwirtschaftet wird, wird an den Vringstreff e.V. gespendet.

Gemeinsam fegen
Und weil die Stadtreinigung für die Nachbarschaft in der Südstadt keine Ausnahme macht, wird das Fest am Sonntag kurz vor Mitternacht mit Besen und Handfeger beim gemeinsamen Straßenfegen enden.
Das komplette Programm und weitere Informationen gibt es hier: www.suedstadt-leben-koeln.de



Text: Sandra Kaufmann
Foto(s): Sandra Kaufmann

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