Wie man die Herzen jecker Protestant(innen) erobert

Viel Jubel beim zehnten Empfang des Kölner Dreigestirns im Haus der Evangelischen Kirche

Dieser Artikel wurde am 17.02.2011 veröffentlicht.
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17.02.2011

Endgültig alle Herzen der jecken Protestanten erobert hatte Prinz Frank I. (Steffens), als er sich als Vertreter der praktischen Ökumene präsentierte: "Ich bin katholisch, bin aber seit 13 Jahren mit einer evangelischen Frau verheiratet."

"Es hat mich tief beeindruckt. Ihr seid alle so schön kostümiert, so bunt, und so herrlich vorbereitet: Riesiges Kompliment!" So lobte Prinz Frank I. die jecken Protestanten 2011.

Jubel. Und Jubel.
Der Jubel im Haus der Evangelischen Kirche war ihm gewiss. Prinz Frank I. war mit den beiden anderen Vertretern des Kölner Dreigestirns, Bauer Günter (Flüch) und Jungfrau Reni (René Sion) der Einladung von Stadtsuperintendent Rolf Domning gefolgt, der in seiner Begrüßung darauf hinwies, dass die Protestanten nunmehr schon zum zehnten Mal ein Dreigestirn empfingen. "Zehn ist ja auch in der Bibel eine wichtige Zahl. Wir haben die zehn Gebote, die zehn Aussätzigen und die zehn Plagen." Prinz Frank meinte, er sei "ja von der anderen Fraktion", und es gehöre der richtige Glaube dazu, um Menschen Freude zu machen: "Aber hier haben alle den richtigen Glauben!", rief er aus. Wieder Jubel.






Das Telefonat mit Gott. Op kölsch.
Dann erzählte der Prinz einen Witz. In Rom habe man einen Pilger getroffen, der ratlos vor einem großen goldenen Telefon auf einem Altar gestanden habe. Ein Monsignore habe ihm versichert, mit diesem Telefon könne man direkt mit Gott sprechen. Das Gespräch koste 50 Euro. Das habe sich der Pilger nicht leisten können. Man habe ihn mit nach Köln genommen, um ihm den Dom zu zeigen. Und siehe da: Auf einem Altar im Dom habe plötzlich auch ein goldenes Telefon gestanden: "Wie teuer ist denn hier ein Gespräch", habe der Pilger von einem Domschweizer wissen wollen. "50 Cent." "50 Cent, warum ist denn hier das Telefonat mit Gott so billig?" Darauf der Domschweizer: "In Köln ist das ein Ortsgespräch."


"Ihr seid alle so schön kostümiert"
Ausnehmend lobende Worte fand der Prinz für das jecke Schmözlje im Haus der Evangelischen Kirche: "Es hat mich tief beeindruckt. Ihr seid alle so schön kostümiert, so bunt, und so herrlich vorbereitet: Riesiges Kompliment!" Dann stimmt Otmar Baumberger, Pfarrer in Dellbrück und Präsident der Prots-Sitzung, das Prots-Löffel Lied an und verteilte die Prots-Löffel-Orden an die Tollitäten. "Dreimol Kölle Alaaf." Jubel. Dann mischten sich Prinz, Bauer und Jungfrau unter das jecke Volk.




Text: AL
Foto(s): Rahmann

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